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Stürme und Schädlinge haben auch den bayerischen Wäldern stark zugesetzt. Dennoch ist ein Aufwärtstrend erkennbar.

Bayern: Waldbericht zeigt Aufwärtstrend

Trotz Sturm und Schädlingsbefall: Bayerns Wäldern geht es heute wieder besser. Sie erholen sich allmählich von den Folgen des extrem trockenen Sommers 2015. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor.

Forstminister Helmut Brunner hat am 8. November im Bayerischen Landtag in München den Waldbericht 2017 vorgestellt. Danach ist der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust der Waldbäume gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 20,7 % zurückgegangen. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume – das sind solche, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben – hat sich sogar um 7,3 Prozentpunkte auf 24,6 % verringert. Die Schäden liegen damit wieder auf dem Niveau von 2015. „Vor allem die für den Waldumbau so wichtige Buche ist wieder erfreulich vitaler und wuchskräftiger geworden“, sagte der Minister. Im vergangenen Jahr hatten den Buchen noch Frostschäden sowie ein Naturphänomen zu schaffen gemacht: Viele Bäume waren nur schütter belaubt, weil sie außergewöhnlich viele Bucheckern produziert hatten. In diesem Jahr war davon laut Brunner nichts mehr zu spüren. Die mittleren Blattverluste haben bei den Buchen um 8,2, die deutlichen Schäden sogar um 25 Prozentpunkte abgenommen. Sie sind damit so gering wie seit vielen Jahren nicht mehr. Anlass zur Sorge gibt nach Aussage des Ministers aber der Zustand der Eschen: Fast zwei Drittel der untersuchten Bäume leiden am Eschentriebsterben, einer vor allem bei jungen Bäumen oft tödlich verlaufenden Krankheit, als deren Hauptverursacher der aus Asien stammende Pilz Hymenoscyphus fraxineus gilt. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und das Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht forschen intensiv daran, wie sich Ausbreitung und Befall wirksam eindämmen lassen.

Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels

Eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte ist laut Brunner die Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Denn die mit den klimatischen Veränderungen verbundene Zunahme von Stürmen, Trockenheit und Schädlingsbefall stelle gerade Bayern als waldreichstes deutsches Bundesland vor große Herausforderungen. „Wir haben gerade wieder in erschreckender Weise erlebt, wie die Fichte als unsere wichtigste Nadelbaumart mit Sturm und Borkenkäfern zu kämpfen hat“, betonte der Minister. Umso wichtiger und zukunftsweisender sei die kürzlich vom Bayerischen Kabinett beschlossene Waldumbau-Offensive 2030. „Das ist gelebte Vorsorgepolitik für unsere Heimat“, sagte Brunner. Mit der Initiative will der Minister statt bislang 6 000 künftig 10 000 Hektar labiler Privat- und Körperschaftswälder in stabile und artenreiche Mischwälder umwandeln. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, sollen unter anderem die Beratung der Waldbesitzer verstärkt und erfolgreiche Regional-Programme wie die Initiative Zukunftswald auf ganz Bayern ausgedehnt werden. Dafür will die Staatsregierung bis 2030 insgesamt 200 Millionen Euro und 200 zusätzliche Planstellen bereitstellen.

Die Daten zum Waldzustand in Bayern basieren auf einer jährlichen Erhebung durch speziell geschulte Förster. Sie haben im Sommer an landesweit 266 Inventurpunkten rund 11.500 Waldbäume begutachtet. Den Waldbericht mit den detaillierten Ergebnissen der Erhebung gibt es im Internet unter www.forst.bayern.de.

StMELF

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