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Im Kampf gegen die ASP wird vermehrt Schwarzwild gejagd.

Kooperation im Kampf gegen Afrikanische Schweinepest

BJV Präsident Prof Dr. Jürgen Vocke und Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, trafen sich am 9. Januar zum Austausch in Regensburg. In dem Gespräch bekräftigten beide Seiten, dass BJV und Staatsforst ihre bislang gute Zusammenarbeit auch in Zukunft fortführen wollen.

In wichtigen Fragen waren wesentliche Übereinstimmungen festzustellen: Einig war man sich darin, dass auch bei aktuellen Herausforderungen wie der Afrikanischen Schweinepest alle Seiten in der Prävention an einem Strang ziehen sollten. Neumeyer betonte, dass die Staatsforsten ihrerseits gefordert und bereit seien, das vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erstellte Maßnahmenpaket zur Schwarzwildjagd aktiv umzusetzen und so wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen in den Staatsjagden zu leisten. Dazu gehören revierübergreifende Bewegungsjagden und ein verstärkter Abschuss von Zuwachsträgern. Auch der probeweise Einsatz von Saufängen im Staatswald wird gefördert. Wie Neumeyer verdeutlichte, bejagen die Staatsforsten selbst lediglich etwa 11 % der Jagdfläche Bayerns. Für den überwiegenden Rest der Fläche seien private Jäger verantwortlich.

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern

Vocke betonte, dass seitens der privaten Jägerschaft viele Anstrengungen unternommen würden, um einen Ausbruch der Schweinepest zu verhindern. Wichtig sei es, Tierschutz und Jagdethik dabei nicht außer Acht zu lassen. Die Spitzen von Jagdverband und Staatsforsten bekundeten weiterhin ihre Absicht, sich auch in Forschungsfragen auszutauschen. Nach Prüfung des Einzelfalls sei in diesem Themenfeld auch eine konstruktive Zusammenarbeit möglich.

Neumeyer stellte weiterhin klar, dass die Förster der Staatsforsten bemüht seien, Abschusszahlen gemäß der rechtlichen Vorgaben zu erfüllen und einzuhalten. Dies gelinge auch bei hunderten Bewegungsjagden, die das Unternehmen im Jahr durchführe. Einig waren sich die Chefs der Staatsförster und Jäger auch darin, dass die bereits im November 2002 gemeinsam erarbeiteten Grundsätze zur Bewegungsjagd noch immer aktuell und gut geeignet seien, als grundsätzliche Richtschnur für die Durchführung der großräumigen Jagden zu dienen. Neumeyer und Vocke appellierten an Jagdverantwortliche in Bayern, hier noch enger zu kommunizieren und so mehr gemeinsame Jagden zu ermöglichen.

Neumeyer sagte: „Wir arbeiten seitens der Staatsforsten seit Jahren hervorragend und konstruktiv mit einer Vielzahl an privaten Jägern, darunter viele BJV-Mitglieder, zusammen. In der Summe sind es über 8.000 engagierte private Jäger, die einen Großteil des Wildes bei den Staatsforsten erlegen. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.“

Vocke betonte, dass die gemeinsamen Interessen im Vordergrund stehen sollten. Miteinander und nicht gegeneinander gelte es, weiter Arbeit für Wald, Wild und Jagd zu leisten: „Die Jagd ist unverzichtbares Kulturgut und gleichzeitig in Zeiten von Klimawandel und Herausforderungen wie der Afrikanischen Schweinepest aktueller und notwendiger denn je. Daran werden wir gemeinsam weiter in engem Schulterschluss arbeiten.“ Schließlich stehe die Jagd in der heutigen Zeit unter sehr kritischer öffentlicher Beobachtung. Es gäbe daher keine sinnvolle Alternative zu einer vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit.

BaySF

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