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NABU Baden-Württemberg zum Waldzustandsbericht 2017

Der Landesverband Baden-Württemberg des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) reagiert auf die Präsentation des Waldzustandsberichtes 2017 durch Minister Peter Hauk am 18. Oktober und hebt hervor: Zu viel Stickstoff im Wald ist eine tickende Zeitbombe

„Der Waldzustand 2017 ist zwar um 1,8 Prozentpunkte besser als letztes Jahr, doch nach wie vor leidet der Wald unter den Folgen des Klimawandels und den viel zu hohen Stickstoffeinträgen aus Landwirtschaft und Verkehr. Die dauerhaft hohe Stickstoffbelastung ist eine tickende Zeitbombe für unsere Waldökosysteme“, warnt der NABU-Landesvorsitzende und gelernte Förster Johannes Enssle. „Es ist nicht abzusehen, wann das System kippt. Zu viel Stickstoff für den Wald ist wie für uns Menschen zu viel Zucker – die Folge sind chronische Krankheiten und Fettleibigkeit. Während Stamm und Krone zulegen, stagniert das Wachstum der Wurzel, weil andere Nährstoffe fehlen und der Boden versauert. Die Bäume werden krank“, sagt Enssle.

„Ein Großteil des Stickstoffs stammt aus der Landwirtschaft. Die neue Düngeverordnung zeigt den richtigen Weg, aber reicht noch nicht aus. Der massive Stickstoffüberschuss in der Düngung muss beendet sowie nach Ausbringung sofort in den Boden eingearbeitet werden, so wie es schon in den landwirtschaftlichen Schulen vor 100 Jahren gelehrt wurde“, ergänzt NABU-Landwirtschaftsreferent Jochen Goedecke.

Enssle fordert: „Die Politik muss daher gemeinsam mit den Akteuren aus Landwirtschaft und Verkehr Lösungen erarbeiten, um die Stickstoffemissionen konsequent zu reduzieren.“

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

NABU Baden-Württemberg

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