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BW: Nadelstammholz für 2. Halbjahr unter Vertrag

ForstBW hat sich mittlerweile mit den meisten Abnehmern über die Lieferung von Fichten-/Tannenstammholz im zweiten Halbjahr 2014 verständigt. Nachdem die Sägeindustrie anfangs noch Preisreduktionen von 5 bis 6 €/Fm forderten und dies vor allem mit den geringeren Erlösen für Sägenebenprodukte begründete, einigte man sich nun auf Preise, die etwa 2,50 €/Fm unter dem bisherigen Niveau liegen.So einigte man sich für Lieferung bis zum Jahresende in östlichen Landesteilen für Fichtenlangholz B der Stärkeklassen 1a bis 2b auf Preise zwischen 59 und 100 €/Fm und im Westen des Landes auf etwa 57 bis 96 €/Fm. Abschnitte BC werden meist zu Preisen gehandelt, die etwa 2 €/Fm niedriger liegen. Die Stärkeklassenabschläge haben sich im Vergleich zu den bisher gültigen Verträgen nicht geändert. Für Starkholz werden teilweise 2,50 bis 3 €/Fm weniger bezahlt. Die Tannenabschläge betragen 4 bis 6 €/Fm.Ursprüngliche Erwartungen der Sägeindustrie, dass im Sommer noch nennenswerte Mengen an Käferholz anfallen, scheinen sich nicht mehr zu erfüllen. Reichliche Niederschläge bis in den Frühsommer hinein verbunden mit kalten Nächten hemmten die Entwicklung der Käfer. Bislang sind bestenfalls einzelne Bäume befallen, die dann in der Regel als Frischholz verkauft oder auch als K1 klassifiziert (Käfer im frühen Stadium, überwiegend B-Qualität) mit einem Abschlag von 3 € oder gegebenenfalls als K2 (stark qualitätsgemindert, ohne Rinde, mit Längsrissen) mit 13 €/Fm bedacht werden. Anderenorts einigte man sich auf Käferholabschläge von 5 €/Fm auf die Frischholzpreise.Bei Douglasie (Lärche) kam es bisher noch zu keinen neuen Abschlüssen. Aus dem Privatwald werden hier Preise von etwa 103 €/Fm gemeldet. Für künftige Verhandlungen scheinen allerdings nachfragebedingt leichte Preisanhebungen marktgerecht zu sein. Das Interesse an Kiefer ist auf hohem Niveau stabil.Für Lieferung von Buche in der kommenden Saison werden erste Gespräche geführt. Von Forstseite geht man davon aus, dass der Bedarf insgesamt auf dem Niveau der vergangenen Jahre bleibt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass sich offensichtlich die Exportmöglichkeiten nach China wieder verbessern.Nachdem etliche private Abnehmer sich bereits rechtzeitig mit Brennholz versorgen verschärft sich allerdings die Konkurrenz mit der stofflichen Verwertung. Trotz der sich abzeichnenden intensiveren Nachfrage nach Brennholz sind die Preise nur geringfügig gestiegen. Für Buche lang und als 4m-Abschnitte werden zurzeit im Landesdurchschnitt 57 bis 58 €/Fm frei Waldstraße bezahlt. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Preise im Osten sowie in stadtnahen Regionen bzw. in Abhängigkeit vom Waldanteil mehr oder weniger stark vom Durchschnitt abweichen. Auch bei Nadel-Brennholz zeigt sich eine zunehmende Nachfrage. Frei Waldstraße sind hier zwischen 40 und 45 €/Fm erzielbar. Der Bedarf an Hackschnitzeln dürfte sich aller Voraussicht nach nicht ändern. Für Hackrohholz sind im Mittel 14 €/Fm erzielbar.

HMI

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