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BVVG-Waldverkäufe 2013

BVVG-Waldverkäufe 2013

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH wurde 1992 vom Bund beauftragt, die ehemals volkseigenen land- und forstwirtschaftlichen Flächen zu privatisieren. Erste Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 2013 erläuterten die BVVG-Geschäftsführer Dr. Detlev Hammann und Dr. Wilhelm Müller gegenüber Medienvertreter in der Berliner Zentrale.
Im vergangenen Jahr hat die BVVG knapp 15.100 ha Wald privatisiert. Nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) wurden 11.700 ha verkauft. Der durchschnittliche Kaufpreis für die Verkäufe zum Verkehrswert wird auf 5.302 €/ha beziffert. Damit wurden die für 2013 gesetzten Verkaufsziele für forstwirtschaftliche Flächen erreicht.
Die Ausschreibungslose von Wald waren im Durchschnitt 12 ha groß; je Los gaben im Durchschnitt acht Interessenten ein Gebot ab. Die Intensität der Bewerbungen habe, so Dr. Müller, insbesondere aufgrund der immer knapper werdenden Flächen zugenommen. Besonders groß war das Interesse von Alteigentümern, die beim Erwerb Vorrang vor Nichtberechtigten mit Verkehrswertgeboten haben. Damit habe sich 2013 der Trend des Vorjahres fortgesetzt.
Aktuell befinden sich im BVVG-Flächenportfolio noch etwa 33.000 ha Forstflächen. Im Jahr 2014 soll deren Verkauf mit Nachdruck vorangebracht werden. Die BVVG plant, in diesem Jahr etwa 15.200 ha forstwirtschaftlicher Flächen zu verkaufen, darunter etwa 13.000 ha nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz (2. FlErwÄndG).
„Wir gehen davon aus“, sagte Dr. Müller, „2014 alle verwertbaren Flächen verkaufen zu können.“ Der dann noch übrig bleibende Waldbestand werde insbesondere aus Splitterflächen bestehen, die selbstständig kaum zu veräußern sind. Sie sollen deshalb im Zusammenhang mit den Verkäufen landwirtschaftlicher Flächen privatisiert werden.
S. Loboda

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