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BVVG Waldverkäufe 2012

BVVG Waldverkäufe 2012

Die Geschäftsführer der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH, Dr. Detlev Hammann und Dr. Wilhelm Müller, informierten am 1. Februar über Ergebnisse der Privatisierung land- und forstwirtschaftlicher Flächen in den neuen Bundesländern im Jahr 2012. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 12200 ha Wald verkauft, darunter 8800 ha zu begünstigten Preisen nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer.

Die Waldprivatisierung gestaltet sich den Worten von Dr. Müller zufolge „deutlich komplizierter als erwartet“. Hintergrund sind die Vielzahl der Bewerber um einzelne Flächen und der damit einhergehende hohe Aufwand in dem Auswahlverfahren. Teilweise gaben 30 bis 40 Interessenten ein Gebot bzw. eine Bewerbung bei einer Ausschreibung ab. Der Durchschnitt liegt bei acht Interessenten. Zeitverzögerungen bis zur endgültigen Entscheidung für den Zuschlag entstehen außerdem dadurch, dass sich Interessenten um mehrere Lose gleichzeitig bewerben. Besonders groß war das Interesse von Alteigentümern. „Weitgehend problemlos“ gestalte sich in dem Verfahren die Beteiligung der betroffenen Bundesländer.

Die Ausschreibungslose von Wald waren durchschnittlich 10,7 ha groß. Den durchschnittlichen Kaufpreis für Wald zum Verkehrswert beziffert die BVVG für das Jahr 2012 auf 5464 EUR/ha (Vorjahr: 4360 EUR/ha).
Im Jahr 2013 plant die BVVG den Verkauf von 14600 ha forstwirtschaftlicher Flächen, darunter 11000 ha nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz.

Mit dem Verkauf und der Verpachtung landwirtschaftlicher und der Veräußerung forstwirtschaftlicher Flächen hat die BVVG im Jahr 2012 insgesamt 483 Mio. EUR an den Bund abgeführt. Das sind 10 % mehr als geplant und damit ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage anhält. Für das Jahr 2013 erwarten die BVVG-Geschäftsführer einen Überschuss von etwa 362 Mio. EUR.

S. Loboda

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