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BVVG will Waldprivatisierung Ende 2014 weitgehend abschließen

BVVG will Waldprivatisierung Ende 2014 weitgehend abschließen

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmBH erfüllt seit 20 Jahren den gesetzlichen Auftrag, in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen zu privatisieren.

Vom 1.6.1996 bis zum 30.6.2012 wurden 439000 ha Wald nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) und 107800 ha zum Verkehrswert veräußert.

Zurzeit hat die BVVG noch etwa 58000 ha Wald zu privatisieren. Für das Jahr 2012 ist der Verkauf von 16000 ha geplant. In der Regel erfolgt dies durch Ausschreibungen; Direktvergaben erfolgen nur an Berechtigte nach dem Ausgleichsleistungsgesetz und für Kleinwaldflächen bis zu 5 ha zwecks Arrondierung. Auch wenn die Waldprivatisierung derzeit „besser laufen könnte“ soll die Veräußerung der selbstständig privatisierbaren Waldlose bis Ende 2014 abgeschlossen sein, sagte der Geschäftsführer der BVVG Dr. Wilhelm Müller am 12. Juli gegenüber Medienvertretern in der Berliner BVVG-Zentrale. Die Anzahl der Gebote sei hoch. Auf der anderen Seite liege man v.a. wegen der arbeits- und zeitaufwendigen Ausschreibungen und Zuschlagserteilungen etwas hinter den Erwartungen zurück.

Die unentgeltliche Übertragung von naturschutzfachlich wertvollen BVVG-Flächen an Länder und Naturschutzorganisationen will die BVVG noch 2012 abschließen. Zur Sicherung des Nationalen Naturerbes sind noch etwa 14400 ha zu übertragen. BVVG-Geschäftsführer Dr. Detlev Hammann zeigte sich optimistisch, dass die noch ausstehende Rahmenvereinbarung mit Thüringen im dritten Quartal 2012 zustande kommt.

Ab 2016 wird die BVVG vier der acht Niederlassungen schließen. Erhalten bleiben die Standorte: Schwerin, Magdeburg, Berlin und Dresden.

fp/S. Loboda

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