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bvse mit Entwurf zur Altholzverordnung weitgehend zufrieden

Die Altholzrecycler im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) zeigen sich mit dem vorliegenden Diskussionsentwurf zur Altholzverordnung weitgehend zufrieden. Notwendiges Feinschliffpotenzial besteht ihrer Meinung nach jedoch noch im Bereich von Formulierungen zu Begriffsbestimmungen, Verfahrensanforderungen und Probennahmeregelungen.

Prinzipiell zufrieden

Der Entwurf setze weiterhin auf die notwendige Getrennthaltung beim Abfallerzeuger und ändert auch nichts an der sinnvollen Einteilung in die Altholzkategorien, erklärt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Darüber hinaus gebe es gute Weiterentwicklungen in Bezug auf notwendige Anpassungen für eine qualitätsgesicherte Aufbereitung und Verwertung.

Präzisierung erwünscht

Präzisierung wünscht sich die Branche zum Verfahren der Beprobung für die stoffliche Verwertung von Altholz. Die Umstellung auf ein Bewertungsintervall von 10 aufeinanderfolgenden Analysen in einem rollierenden Verfahren werde begrüßt, allerdings bestehe noch Unklarheit über die im Entwurf beschriebene Vorgehensweise. Letztlich müsse die Analytik die geforderten Qualitäten für die Spanplatte sicher gewährleisten, aber die stoffliche Verwertung nicht einschränken.

Praxisferne Anforderungen überarbeiten

Die Altholzrecycler im bvse plädieren dafür, praxisferne Anforderungen an die Aufbereitung noch einmal zu überarbeiten. So sollen sichere und bewährte Abläufe, wie die Lagerung von Altholz vor der Sortierung bis zu 48 Stunden nach der Annahme, beibehalten werden. Die Definition im aktuellen Entwurf sehe eine „unverzügliche“ Sortierung nach Annahme vor. Eine Nichterfüllung soll nach dem Entwurf als Ordnungswidrigkeit eingestuft werden. Dies sei für den bvse nicht akzeptabel. Die Pflicht zur Zuführung des Altholzes zu einer Aufbereitungsanlage sei dagegen zu begrüßen. Durch die Zwischenlagerung und Sortierung müsse aber eine Vermischung der Altholzkategorien verhindert werden.

Altholz auch energetisch nutzen

Als einen notwendigen Schritt die Kreislaufwirtschaft zu fördern, sieht der bvse den Vorrang der stofflichen Verwertung von naturbelassenem A I Holz. Mit dem Gleichrang der stofflichen und energetischen Verwertung für die Altholzkategorien A II bis A IV trage der Entwurf der Tatsache Rechnung, dass nicht nur die Beschaffenheit der Althölzer stoffliche Verwertungsmöglichkeiten einschränke, sondern auch vorhandene Kapazitäten. Die energetische Verwertung von Altholz stelle eine notwendige Ergänzung zu den stofflichen Möglichkeiten dar.

bvse/Red.

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