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Buntlaubholz- und Eichensubmission Jesberg

Buntlaubholz- und Eichensubmission Jesberg

Bei der Nordhessischen Eichen- und Buntholzsubmission unter der Regie des Leitforstamts Jesberg (Hessen-Forst) wurde auf den Wertholzplätzen Gudensberg und Pfefferhöhe am 5. Februar mit rund 1080 Fm eine um mehr als 50 % geringere Menge als im Vorjahr angeboten. Die Eiche machte gut 80 % der Angebotsmenge aus. Das vielseitige Buntlaubholzangebot teilte sich auf 16 Baumarten auf. Neben 16 hessischen Forstämtern und den Bundesforsten nutzten 48 kommunale und private Betriebe die Möglichkeit, ihre seltenen und hochwertigen Laubhölzer auf der bewährten Submissionsplattform des Landesbetriebs Hessen-Forst anzubieten.

Mit insgesamt 40 Bietern (davon 35 mit Zuschlag) blieb die Bieterstruktur nahezu unverändert. Der Schwerpunkt (mit 24 Bietern) lag im Bereich der Sägewerke und des Holzhandels. Käuferseitig beboten wurden 98,6 % der gesamten Holzmenge. Nur etwa 15 Fm blieb ohne Gebot. Mit 1368 EUR/Fm wurde das höchste Gebot auf eine Schwarznuss abgegeben. Einige Bergahorn- und Eichenlose erreichten ebenfalls Gebotshöhen über 1000 EUR/Fm.

Eiche

Das etwa 850 Fm umfassende Angebot an Eichenstammholz (ausschließlich Einzellose) stieß auf ein lebhaftes Kundeninteresse und wurde vollständig verkauft. Der Durchschnittserlös von 478 EUR/Fm bedeutete eine Steigerung des Vorjahresergebnisses um etwa 7 %. Das Höchstgebot dieser Baumart erzielte ein Einzellos aus dem Interessenten-Wald Moischeid mit 1206 EUR/Fm.

Buntlaubhölzer

Im Vergleich zu den Vorjahren war die Angebotsmenge beim Buntlaubholz um über 1200 Fm reduziert worden. Durch den insbesondere bei der Esche drastischen Mengenschnitt konnten die Durchschnittserlöse bei den wichtigsten Buntlaubhölzern trotz der aktuell eher unsicheren bis rückläufigen Marktnachfrage stabilisiert werden. Lediglich bei der Kirsche setzte sich der rückläufige Preistrend qualitätsbedingt weiter fort.

Mit einem Durchschnittserlös von 399 EUR/Fm konnte beim Bergahorn das Vorjahresergebnis sogar leicht übertroffen werden. Während die gut dimensionierte, qualitativ hochwertige Ware käuferseitig nach wie vor mit vielen Geboten honoriert wurde fiel die Bewertung durchschnittlicher Stämme eher schwächer aus. Das mit 1307 EUR/Fm am besten bewertete Einzellos erreichte ein Bergahorn aus dem Forstamt Schotten. 8 % der Bergahornmenge (vorwiegend schwächere Einzelstämme) blieben unbeboten.

Bei der Baumart Esche wurde nur 6 % der Vorjahresmenge angeboten. Die qualitativ guten und starken Eschenlose wurden mit einem gesteigerten Durchschnittserlös von 209 EUR/Fm vollständig verkauft.

Auch das reduzierte Angebot an Kirsche wurde restlos beboten, allerdings bestätigte sich mit einem Durchschnittserlös von nur 294 EUR/Fm der rückläufige Preistrend der vergangenen Jahre. Hier wirkt sich auch nachteilig aus, dass das Kirschenangebot von Lieferantenseite nach wie vor qualitativ zu heterogen gestaltet wird.

Von der in den letzten Jahren besonders begehrten Schwarznuss konnten 2013 leider insgesamt nur 2,24 Fm angeboten werden. Das wiederum sehr große Bieterinteresse führte zu einer nochmaligen Steigerung des Durchschnittserlöses auf nunmehr 778 EUR/Fm.

Fazit und Ausblick
Das Höchstgebot der diesjährigen Nordhessischen Eichen- und Buntholzsubmission erreichte mit 1368 EUR/Fm eine Schwarznuss aus dem Stadtforstamt Frankfurt/M.

Für die insgesamt nur geringe Angebotsmenge aller übrigen Baumarten lässt sich weiterhin der Trend zu dunklen Hölzern (v.a. Ulme und Walnuss) bestätigen. Wie schon in den Vorjahren waren die Spitzahorn-, Roteichen- und Roterlenlose nur schwach nachgefragt. Auch einzelne, geringer wertige Elsbeeren fanden aktuell keinen Bieter.

Die Auswertung des Termins zeigte, dass sich die gebündelte Darbietung von Eiche und Buntlaubholz bewährt. 60 % der Bieter zeigten sowohl an Eiche als auch an den Buntlaubhölzern Interesse. Im kommenden Jubiläumsjahr (20 Jahre) wird der zentrale hessische Buntholztermin seine Lagerkapazitäten in Nordhessen erweitern.

Hessen-Forst

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