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Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim 2014

Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim 2014

Am 14.1.2014 fand die Gebotseröffnung der 23. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim (Niedersachsen) statt. Auf drei zentralen Lagerplätzen wurde Holz aus dem Privatwald, dem Kommunalwald sowie aus den niedersächsischen Landesforsten angeboten. Das Angebot war mit 2.991 Fm deutlich höher als im Vorjahr (1.753 Fm). Die beiden bestimmenden Holzarten der Submission waren Esche und Eiche zu etwa gleichen Teilen.
Es haben insgesamt 35 Kunden (Vorjahr 41), die 950 Lose (Vorjahr 658) beboten. 938 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Polen und Dänemark. Es wurden insgesamt 6.731 Gebote (Vorjahr 4.587) abgegeben, je Los 7,2 (Vorjahr 7,0). 12 Lose mit insgesamt 21 Fm erhielten kein Gebot. Der Gesamtumsatz lag bei 1.001.070 € (Vorjahr 649.192 €), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 337 €/Fm (Vorjahr 380 €/Fm) entspricht.
Eiche. Die Eichenmenge war mit 1.367 Fm etwas höher als im Vorjahr (1.080 Fm). Bis auf 2 Lose wurden alle Lose beboten. Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2 % von 470 €/Fm auf 479 €/Fm. Die Anzahl der Gebote pro Los ist bei der Eiche im Schnitt der gesamten Submission von 8,5 auf 7,5 gesunken. Den höchsten Eichenpreis pro Fm erreichte 1 Los mit 1.449 €/Fm (Vorjahr 1.598 €/Fm). Eine kleine Besonderheit: Eine „Katzenpfoteneiche“ mit 3,05 Fm erbrachte 469 €/Fm.
Esche. Die erneut hohe Nachfrage nach Esche zu Beginn der Laubholzsaison ließ für die Submission ein großes Interesse und gute Preise erwarten. In diesem Jahr hat der Waldbesitz mit 1.359 Fm (Vorjahr 532 Fm) mehr als doppelt soviel Esche angeboten wie im Vorjahr und nur geringfügig weniger Esche als Eiche. Der Durchschnittspreis ist sowohl auf den Plätzen der NLF als auch auf dem der LWK um 2% gestiegen. Insgesamt, über die gesamte Submission gerechnet, ergibt sich mit einem etwas geringerem Durchschnittspreis von 226 €/Fm (Vorjahr 230 €/Fm) ein Preisrückgang um 2%. Dies ist auf das weit überdurchschnittlich gestiegene Mengenangebot auf dem Vogelbecker Platz mit einem geringeren Durchschnittspreis als auf den Plätzen der Landesforsten zurückzuführen. Die teuerste Esche erbrachte 312 €/Fm (Vorjahr 286 €/Fm).
Bergahorn und Spitzahorn. Aufgrund deutlicher Marktsignale zu Beginn der Saison wurde wie im Vorjahr das Angebot an Bergahorn mit 18 Fm gering gehalten. Der Durchschnittspreis für diese Holzart liegt bei 271 €/Fm (Vorjahr 327 €/Fm). Aus dem Durchschnittspreis können wegen des geringen Angebots keine Rückschlüsse auf den Markttrend gezogen werden. Der teuerste Ahorn erzielte 428 €/Fm. Er stammt aus dem Stadtforst Göttingen.
Kirsche. Auch bei der Kirsche wurden marktbedingt mit 7 Fm (Vorjahr 11 Fm) nur geringe Mengen angeboten. Die beste Kirsche erbrachte einen Preis von 516 €/Fm, der Durchschnittspreis lag bei 410 €/Fm (Vorjahr 169 €/Fm). Der Preissprung ist so deutlich, dass man vielleicht doch wieder auf einen sich bessernden Kirschenmarkt hoffen kann. Immerhin gab es auf die 6 Lose 24 Gebote, also 4 pro Los.
Rüster. Die Rüster wurde in 7 Losen mit 12 Fm insgesamt angeboten. Das höchste Gebot war 385 €/Fm, der Durchschnittspreis lag bei 294 €/Fm bei einem Los (1 Fm) ohne Gebot.
Lärche, Douglasie. Auf dem Lagerplatz in Vogelbeck wurden 62 Fm Lärche angeboten, die einen Durchschnittspreis von 150 €/Fm erzielten. 67 Fm Douglasie wurden zu einem Durchschnittspreis von 168 €/Fm zugeschlagen.
Gesamtbewertung
Die Einschätzung des Laubholzmarktes hatte sich in dieser Saison kaum gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Modetrends ließen die Eiche weiterhin auf hohem Niveau mindestens stabil erscheinen. Die Nachfrage nach Esche begann sogar schon im ausgehenden Sommer mit großer Lebhaftigkeit, insbesondere für den Export. Daran änderten auch neue phytosanitäre Vorschriften für die Eschenholzeinfuhr nach China wenig. So bestätigten die Ergebnisse der Submission diese Trends mit mindestens gleich bleibenden, eher leicht steigenden Preisen bei nahezu gleichbleibender Qualität gegenüber den Vorjahren.
Der Durchschnittspreis der Gesamtsubmission, also über alle Besitzarten und alle Holzarten ist zwar von 380 €/Fm auf 337 €/Fm gesunken, was jedoch wegen der anderen Holzartenzusammensetzung der diesjährigen Submission im Vergleich zum Vorjahr nicht aussagekräftig ist.
Das positive Ergebnis, mit dem der Waldbesitz in 2014 sehr zufrieden ist, erschließt sich aus den Einzelergebnissen der beiden wichtigsten Holzarten, der Eiche und der Esche.
NLF/Holzverkauf Süd

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