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Mit den „geeichten“ Augen der Forstwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden ab Mitte Juli Baumkronen in ganz Deutschland begutachtet.

Training für Waldzustandserhebung

30 Experten für Waldgesundheit aus Bund und Ländern kamen in Arnsberg/NRW zusammen, um sich fünf Tage lang auf die Waldzustandserhebung 2018 vorzubereiten. Ab Mitte Juli begutachten sie die Baumkronen in ganz Deutschland.

Dazu Sigrid Strich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: „Diese Veranstaltung hat eine lange Tradition. Sie ist ein tolles Beispiel für länderübergreifende Kooperation. Die bundesweite Abstimmung hat zur Harmonisierung des Verfahrens beigetragen.“

Anhand der Belaubung stellen Förster den Gesundheitszustand der Bäume fest

Mit den durch das Treffen „geeichten“ Augen der Forstwissenschaftler ermitteln diese, ob die Bäume dichte Kronen haben und ob die Blätter beziehungsweise die Nadeln „vergilbt“, also verfärbt sind. Beide Faktoren geben aussagekräftige Hinweise auf den Gesundheitszustand des Waldes. Sie werden für die einzelnen Baumarten wie Eiche, Buche, Fichte in Ampelfarben illustriert.

Lutz Falkenried, Inventurleiter von Wald und Holz NRW, dazu: „Die Inventurleiter der Bundesländer haben auf dieser Tagung eine hervorragende Möglichkeit sich abzustimmen und einheitliche Kriterien für die Bewertung der Kronenzustände festzulegen. So machen sie die Ergebnisse vergleichbar.“

Mit der systematischen Erfassung der Waldgesundheit wurde in den frühen 1980er Jahren begonnen. Damals waren die Wälder akut bedroht durch Industrie-Abgase. Heute geht es vor allem um die längerfristige Gesundheit der deutschen Wälder. Hintergrund sind der Klimawandel und die im Boden immer noch gespeicherten Schadstoffe. Durch die fortlaufende, jährliche Datenerhebung sind rückblickend die Entwicklungen der einzelnen Baumarten gut zu erkennen.

Wald und Holz NRW

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