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Mopsfledermäuse nutzen Verstecke hinter abstehender Rinde als Quartier. Hier ist eine Wochenstube zu sehen, in der mehrere Weibchen ihre Jungen großziehen.

Bundesweite Feldforschung rund um die Mopsfledermaus

Im Mai startet in acht Bundesländern die Feldforschung für ein deutschlandweites Projekt rund um die besonders geschützte Mopsfledermaus. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit 4,3 Mio. € gefördert.

Die „Fledermaus des Jahres 2020-21“ zählt bundesweit zu den stark gefährdeten und vom Aussterben bedrohter Arten. Daher wurde das Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ auf den Weg gebracht, um diese zu schützen und deren Lebensraum zu optimieren. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit 4,3 Mio. € gefördert.

Wenige Infos über Mopsfledermaus bisher

Die Mopsfledermaus ist auch auf zahlreichen Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu Hause. Deshalb beteiligt sich die BImA, vertreten durch ihren Geschäftsbereich Bundesforst, auf fünf Liegenschaften in vier Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Hessen und Bayern) an der Feldforschung zu den bedrohten Säugetieren. Auch in Baden-Württemberg bringt der NABU-Landesverband dazu Forschende, Försterinnen und Förster sowie Ehrenamtliche zusammen. Gemeinsam untersuchen sie bekannte Vorkommen in der Alb-Wutach-Region genauer, in anderen Landesteilen wollen sie bisher unbekannte Quartiere aufstöbern.
Nach dem Ende der Winterruhe sucht sich die Mopsfledermaus nun ihr Sommerquartier. Besonders beliebt: Stammrisse, Baumspalten und alte Bäume mit abstehender Rinde. Über ihr Vorkommen und darüber, wie die Tiere ihren Lebensraum nutzen, ist wenig bekannt. Klarheit soll das Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ bringen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit 4,3 Mio.€ gefördert.

Bundesweite Kooperationspartner für die Mopsfledermaus

Mithilfe des Einsatzes von Ruferfassungsgeräten, sogenannten Mini-Batcordern gelingt es, die Fledermäuse ausfindig zu machen. Wenn eine Mopsfledermaus zwischen Baumwipfeln und an Waldrändern Kleinschmetterlinge jagt und dabei ihren unverkennbaren Ortungslaut ausstößt, zeichnen ihn diese Geräte auf. Gelingt der Nachweis der seltenen Art in einem Gebiet, werden anschließend einzelne Tiere von Forschenden mit Netzen gefangen und mit einem Sender versehen. Damit lassen sich die Quartiere der Fledermäuse ausfindig machen. Anhand dieser Erkenntnisse untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Raumnutzung und das Jagdverhalten der Mopsfledermaus. So können passende Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

Neben den ausgewählten Flächen der BImA suchen die Naturschützer auch in weiteren Gebieten in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen nach der Mopsfledermaus. Die Projektbeteiligten hoffen außerdem, bisher unbekannte Vorkommen in Baden-Württemberg zu entdecken. Dazu können Ehrenamtliche  in einer „Citizen Science“-Aktion. (Mopsfledermaus@NABU-BW.de) beitragen. Die Feldforschungsarbeiten bilden den ersten zentralen Baustein für das sechsjährige Verbundprojekt von Stiftung FLEDERMAUS, Naturstiftung David, NABU Baden-Württemberg, NABU Niedersachsen sowie der Universität Greifswald. Das Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland wird bis Dezember 2024 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Über das Projekt zur Mopsfledermaus

Das Projekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ hat zum Ziel, die Mopsfledermaus zu schützen sowie ihre Lebensräume zu optimieren und zu vernetzen, um der Verantwortung Deutschlands für den Erhalt der Art gerecht zu werden. Ein zentraler Baustein hierbei ist eine naturnahe Waldbewirtschaftung, denn sie fördert Baumstrukturen, die die Mopsfledermaus als Lebensraum benötigt. Daher engagiert sich das Projekt für eine enge Zusammenarbeit mit den öffentlichen wie privaten Waldeigentümerinnen und -eigentümern sowie der Forstwirtschaft. Gemeinsam sollen geeignete Schutzmaßnahmen für die Art in eine forstliche Nutzung integriert werden.
Das Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit 4,3 Mio.€ gefördert. Die Teilprojekte des Vorhabens werden darüber hinaus von den jeweiligen Ländern und weiteren Partnern unterstützt. Das finanzielle Gesamtvolumen beträgt 5,44 Mio. €.

Foto: BMU

 

Infos zum Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“, hier. 

Infos zum Bundesprogramm Biologische Viefalt, finden Sie hier

Quelle: BImA/ NABU

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