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Bundesweit wurden noch einmal 31.000 ha für das Nationale Naturerbe gesichert

Bundesweit wurden noch einmal 31.000 ha für das Nationale Naturerbe gesichert

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages hat am 17. Juni 2015 der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formulierten Erweiterung des Nationalen Naturerbes zugestimmt – der sogenannten 3. Tranche. Hierfür werden gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) von der Privatisierung ausgenommen und an interessierte Länder, Umweltverbände oder -stiftungen übertragen.
Flächen, auf denen Natur auf Dauer Vorrang hat
Bereits in den Jahren 2005 und 2009 beschlossen die damaligen Regierungskoalitionen, insgesamt 125.000 ha im Bundeseigentum befindlicher national bedeutsamer Naturschutzflächen als Nationales Naturerbe zu sichern. Es handelte sich dabei um Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Letztere hat in den sogenannten Tranchen 1 und 2 des Nationalen Naturerbes bereits über 90.000 ha Fläche bereitgestellt.
Der aktuelle Beschluss zum Nationalen Naturerbe umfasst eine Flächenkulisse von 31.055 ha mit Liegenschaften in nahezu allen Bundesländern. Interessierten Ländern, Umweltverbänden oder -stiftungen werden die Flächen jetzt zur Übernahme angeboten.
„Über alle drei Tranchen des Nationales Naturerbe stellt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben insgesamt über 120.000 ha naturschutzfachlich wertvolle Flächen zur Verfügung, damit die Belange der Natur auf diesen Flächen auf Dauer Vorrang haben“, so Axel Kunze, Vorstandsmitglied der BImA. Die Flächen des Nationalen Naturerbes werden schrittweise an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), an die Länder oder an von diesen benannte Naturschutzorganisationen übertragen.
Betreuung durch Bundesförster
Der Großteil der Flächen des Nationalen Naturerbes wird auch nach der Übertragung an Dritte weiter vom BImA-Geschäftsbereich Bundesforst betreut. Die neuen Flächenempfänger profitieren damit seit Beginn des Nationalen Naturerbes vor nunmehr fast zehn Jahren von der Erfahrung, der Ortskenntnis und dem Fachwissen vom Bundesforst.
Finden Flächen keine neuen Eigentümer, verbleiben sie bei der BImA und werden als sogenannte Bundeslösung durch den Bundesforst entsprechend der jeweiligen naturschutzfachlichen Zielsetzung betreut: Die Bundesförster erhalten und pflegen offene Lebensräume mit seltenen Arten und entwickeln naturnahe Wälder, die anschließend sich selbst überlassen werden. Weiterhin werden Feuchtgebiete sowie Gewässer unterhalten und gegebenenfalls ökologisch aufgewertet.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist die zentrale Dienstleisterin für Immobilien des Bundes. Sie gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung und -verkauf und der Bundesforst. Sitz der Zentrale ist Bonn. Rund 25.000 Liegenschaften, 490.000 ha Grundstücksfläche, davon 360.000 ha Wald, sowie 38.000 Wohnungen repräsentieren eines der größten Portfolien Deutschlands. Das Spektrum reicht von Wohn-, Industrie- und Gewerbeimmobilien über ehemals militärische Flächen bis hin zu forst- und landwirtschaftlichen Flächen.
BImA

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