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Bundesweit jährlich 1,5 Milliarden Waldbesuche

Jeder dritte Deutsche nutzt den Wald regelmäßig zur eigenen Freizeitgestaltung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zum Internationalen Jahr der Wälder 2011. Befragt wurden bundesweit 2.000 Personen ab 14 Jahren zu ihren Einstellungen gegenüber dem Wald. Demnach nimmt die Begeisterung für den Waldbesuch im Laufe des Lebens zu: 14,4 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sehen den Wald voll und ganz als Erholungsraum, unter den über 50-Jährigen sind es annähernd dreimal so viele. Dies bestätigt die hohe Zahl der Waldbesuche: Die Hälfte der Deutschen ist einmal monatlich im Wald unterwegs, rund ein Viertel mindestens einmal die Woche. Alles in allem besuchen die Deutschen den Wald rund 1,5 Milliarden Mal pro Jahr.
 
Bei der Auswahl ihres Urlaubszieles spielen Waldgebiete für die Hälfte der Deutschen eine „sehr große“ oder „eher große Rolle“. Dies ergab eine Umfrage des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2010. Vor allem Familien schätzen Wälder wegen der Vielzahl der dort möglichen Aktivitäten. Das beliebteste deutsche Waldgebiet nach den aktuell bekannten Besucherzahlen ist der Nationalpark Harz mit jährlich rund 1,3 Millionen Besuchern. Den Nationalpark Bayerischer Wald besuchen jährlich 800.000 Menschen, den Nationalpark Hainich 310.000.
 
„Entdecken Sie unser Waldkulturerbe!“
Das Internationale Jahr der Wälder bietet beste Voraussetzungen für einen Waldbesuch. Denn das UN-Jahr steht in Deutschland ganz unter dem Motto „Entdecken Sie unser Waldkulturerbe!“ Rund 900 Akteure aus Naturschutz und Gesellschaft rufen unter der Federführung des BMELV dazu auf, den Wald neu zu erleben. Der zentrale Veranstaltungskalender unter www.wald2011.de bündelt die mehr als 5.000 Aktionen. Hier findet jeder per Umkreissuche etwas in seiner Nähe: von geführten Mountainbike-Touren über Förster-Wanderungen bis hin zum Walderlebnistag für die Familie.
 
Die beliebtesten Aktivitäten der Deutschen im Wald sind Spazierengehen und Wandern (54 Prozent). Danach folgen das Beobachten der Natur (42 Prozent), das Sammeln von Pilzen und Beeren (20 Prozent) sowie Spiel und Sport (19 Prozent). Für Freizeit- wie auch Profisportler ist der Wald ein lohnendes Ziel, zum Beispiel zum Joggen, Radfahren, Reiten oder Klettern. Daher unterstützen prominente Sportler das Internationale Jahr der Wälder. Fußballnationalspieler Simon Rolfes (29) sagt: „Wald bedeutet für mich Geborgenheit und Ruhe, Schutz und innere Einkehr. In ihm kann ich entspannen und Kräfte sammeln. Ein Leben ohne Wald ist für mich nicht vorstellbar.“ Und Schwimmstar Franziska van Almsick (32) betont: „Der Wald ist für mich leben, durchatmen, innehalten, abschalten. Ohne ihn hat alles keinen Wert!“
 
Besonders macht den Waldbesuch seine positive Wirkung auf das Wohlbefinden. Er wirkt Stress abbauend und erholend. Dies erklärt sich durch die sprichwörtlich „gesunde Waldluft“: So wenig Staubpartikel wie in der Waldluft findet man sonst nur am Meer oder im Hochgebirge. Die Bäume filtern Schadstoffe aus der Luft und geben lebenswichtigen Sauerstoff sowie ätherische Öle und Duftstoffe an die Luft ab. Diese sogenannten Phytonzide wirken auf Menschen ausgleichend und nachweislich gesundheitsfördernd.
 
Teil des Internationalen Jahres der Wälder ist auch ein bundesweiter Fotowettbewerb. Noch bis zum 30. September 2011 können kreative Bildideen zum Thema „Was wäre in Ihrem Leben anders, ohne den Wald?“ eingesendet werden. Die Hauptpreise sind ein Waldabenteuer für fünf Personen und ein exklusiver Aufenthalt im Baumhaushotel. Informieren, Fotos einreichen und abstimmen unter: http://fotowettbewerb.wald2011.de/
 
Weitere Informationen im Internet unter www.wald2011.de.
Kampagnenbüro Internationales Jahr der Wälder

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