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Dritte Bundeswaldinventur: WWF fordert mehr naturnahe Wälder

Die Ergebnisse der 3. Bundeswaldinventur kommentiert Jörg-Andreas Krüger, Leiter Biodiversität beim WWF Deutschland.

Deutschlands Wälder entwickeln sich in die richtige Richtung, weg von Monokulturen, hin zu mehr gemischten und stabileren Wäldern. Auf den Ergebnissen ausruhen können wir uns jedoch nicht. Die wichtige Rolle der Wälder für Artenvielfalt, Klimaschutz und als Rohstofflieferant machen weitere Anstrengungen erforderlich.
Wir brauchen dringend ein Netz ungenutzter Waldflächen, in denen sich die Natur selbst überlassen ist und wie es von der Bundesregierung im November 2007 bereits beschlossen wurde. Der Landwirtschaftsminister muss endlich ein Programm vorlegen, wie er dieses Ziel in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen erreichen möchte.
Neben der Politik sind Wirtschaft und Forschung gefragt: Für Laubhölzer gibt bisher zu wenig Einsatzmöglichkeiten in der Bauwirtschaft. Hier muss entschiedener nach Lösungen gesucht werden. Wenn wir ihren Einsatz im Baubereich ausweiten, können wir auch Artenvielfalt, Klimaschutz und Ressourcenschutz voranbringen.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
WWF Deutschland

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