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Bundeswaldinventur: Kommunale Waldbesitzer fordern Balance zwischen Nutzen und Schützen

Für den Gemeinsamen Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) werten der Ausschuss-Vorsitzende, Verbandsdirektor Winfried Manns (Mainz) und das Geschäftsführende Präsidialmitglied des DStGB, Dr. Gerd Landsberg, die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur.

„Die Ergebnisse der Bundeswaldinventur stellen der Forstwirtschaft in Deutschland ein hervorragendes Zeugnis aus. Deutschland hat die größten Holzvorräte in Europa, Laubwälder und alte Waldbestände sind auf dem Vormarsch. Die Resultate zeigen, dass nachhaltige Holznutzung und Naturschutz kein Widerspruch sind und widerlegen die Kritik von Umweltverbänden. Im Wald muss auch zukünftig eine vernünftige Balance zwischen Schutz und Nutzung sichergestellt werden. Wald ist nicht nur Wildnis, Wald ist Naturerfahrung, Erholung, Rohstofflieferant, Wirtschaftsfaktor, CO2-Speicher und vieles mehr. Mit breit angelegten Informationskampagnen soll daher der Bund die Bürger über die vielfältigen Leistungen des Waldes, der Forstwirtschaft und Holznutzung informieren.“
In Deutschland müsse wieder ein Gefühl dafür entstehen, dass in den Wäldern hohe Werte wachsen, deren Nutzung zur Wertschöpfung beiträgt und gleichzeitig Klimaschutz, Naturschutz und die Bevölkerung davon profitieren.
Der von Teilen der Politik und von Umweltverbänden geforderte Totalschutz und die „Nullnutzung“ großer Waldgebiete schade nicht nur dem Ziel, Deutschland soweit wie möglich von fossiler Energie abzukoppeln. So habe auch die EU-Kommission in ihrem Grünbuch zum Waldschutz festgestellt, dass langfristig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine nachhaltige Produktion von Nutzholz, Holzwerkstoffen und Brennholz den größten Beitrag zum Klimaschutz leiste.
„Ideologische und politisch motivierte pauschale Stilllegungen der heimischen Wälder sind somit weder ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Statt weiterer staatlicher Regulierungen und Auflagen brauchen wir vielmehr eine gestaltende Waldpolitik, die die Ansprüche von Bürgerinnen und Bürgern, Waldbesitzern, Forst- und Holzwirtschaft sowie Naturschutz klug miteinander verbindet“, so Manns und Landsberg.
Der Gemeinsame Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ ist das Sprachrohr der waldbesitzenden Städte und Gemeinden und die repräsentative Interessensvertretung des Kommunalwaldes auf der Bundesebene. 20 % der Waldfläche in Deutschland befindet sich im Eigentum der Kommunen.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Deutscher Städte- und Gemeindebund

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