ABO
Bundeswald braucht Bundesforstleute!

Bundeswald braucht Bundesforstleute!

Anlässlich des alle fünf Jahre stattfindenden Verbandstages des Verbandes der Bundesforstbediensteten im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst) in Berlin am 15./16. Mai forderte der neue Vorsitzende Arno Fillies eine ausreichende Personalausstattung zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben der Sparte Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Als Festredner hatte Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, das forstliche und naturschutzfachliche Dienstleistungsprofil von Bundesforst ausdrücklich gewürdigt.
Die demografische Entwicklung geht jedoch auch an der Sparte Bundesforst nicht vorüber. Bundeswälder haben eine vielfältige Naturausstattung. Ebenso vielfältig und damit hochinteressant ist das Aufgabenfeld der Bundesforstleute.
„Aber das alleine genügt kaum, um zukünftig noch ausreichend hochqualifiziertes Forstpersonal für die Sparte Bundesforst zu finden. Auch die Rahmenbedingungen müssen sich deutlich verbessern“, führte Arno Fillies aus, „denn Bundesforst befindet sich bereits mitten in einem harten Wettbewerb mit anderen hochattraktiven forstlichen Arbeitgebern. Mit befristeten Arbeitsverträgen und niedriger tariflicher Eingruppierung hinkt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bei ihren Forstleuten deutlich hinterher!“ Damit zeigte der neue Vorsitzende auf, dass die öffentlichen Arbeitgeber, so auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, bei den befristeten Arbeitsverhältnissen leider mit schlechtem Beispiel vorangehen – trotz aller gegenteiligen Beteuerungen aus der Politik.
Paul Johannes Fietz, Vorstand Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und der Spartenleiter Bundesforst gingen in ihren Vorträgen darauf ein und machten deutlich, dass die Herausforderung der demographischen Entwicklung bereits erkannt sei und entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden seien. So wird ab Herbst diesen Jahres bei Bundesforst ein Trainee angeboten, um junge Forstleute auf das besondere Aufgabenfeld bei Bundesforst gründlich vorzubereiten. „Außerdem gibt es Pläne, an einer etablierten Forstfachhochschule wieder einen internen Studiengang Forstwirtschaft für Bundesforstleute anzubieten“, so Gunther Brinkmann. „Vor dem Hintergrund des Wettbewerbs und der speziellen Tätigkeiten von Bundesforstleuten auf Militärflächen halte ich es auch für denkbar, Bundesforstleute zukünftig wieder verbeamten zu können. Dazu müsste aber das BImA-Errichtungsgesetz geändert werden“ ergänzte Vorstand Fietz.
Der Parlamentarischer Staatssekretär Jens Spahn versprach in seinem Redebeitrag, im Bundesministerium der Finanzen für die BImA die Einrichtung einer Demografiereserve zu prüfen, um den Wissenstransfer zu gewährleisten. „Ziel muss es jedoch sein, am Ende des Tages dauerhafte Aufgaben mit dauerhaften Beschäftigungsverhältnissen zu untersetzen. Nicht zuletzt auch, um jungen Menschen Sicherheit bei ihrer Lebensplanung zu geben“, so Jens Spahn abschließend.
BDF-Bundesvorsitzender Ulrich Dohle gratulierte in seinem Grußwort den neu gewählten Mandatsträgern des BDF-Bundesforst. Er freute sich über die Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar und Gitta Connemann sowie einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer Abgeordnetenbüros. „Ich finde es wichtig, dass den Bundespolitikern bewusst ist, dass sie nicht nur für die forstliche Rahmenpolitik im Ressort des Bundeslandwirtschaftsministeriums zuständig sind sondern auch eine Verantwortung als Waldeigentümer und für eine bundeseigene Forstorganisation haben! Dieser Umstand geht oft unter, da der Bundesanteil am Waldbesitz in Deutschland nur bei knapp 4 % liegt. Bei Betrachtung der gesamten Flächenverantwortung gehört die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und damit Bundesforst jedoch zu einer der größten öffentlichen Forstverwaltungen in der Bundesrepublik.“
BDF-Bundesforst

Auch interessant

von