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Bundesregierung stellt der deutschen Forstwirtschaft ein sehr gutes Zeugnis aus!

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) begrüßt den am 6.9.2017 von Bundesforstminister Christian Schmidt vorgestellten „Waldbericht der Bundesregierung 2017“. Der Bericht unterstreicht die großen Erfolge der Waldbewirtschaftung durch die Waldbesitzer und Förster. Gleichzeitig zeigt er den umfassenden politischen Handlungsbedarf mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft auf.

Der gute Zustand des deutschen Waldes hat sich in dem Berichtszeitraum von 2009 bis 2017 in vielen Belangen weiterhin positiv entwickelt und garantiert damit eine Vielzahl von Waldfunktionen für die Gesellschaft. Während sich die bewährte nachhaltige Waldbewirtschaftung positiv auf den Zustand des Waldes und die daraus resultierenden Funktionen auswirkt, machen externe Einflüsse, wie beispielsweise Luftverunreinigungen, zunehmende Kalamitätsereignisse durch Schadorganismen oder Wetterextreme aufgrund des Klimawandels sowie örtlich überhöhte Wildbestände, dem Wald zu schaffen.

„Wir können feststellen, dass der deutsche Wald in einem hervorragenden Zustand ist. Dies ist das Ergebnis der tollen Arbeit der Waldbesitzer sowie aller im und mit dem Wald Beschäftigter. Die zunehmenden externen Einflüsse auf den Waldzustand stellen uns vielerorts vor große Herausforderungen. Diesen zu begegnen, ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die durch geeignete Maßnahmen der Politik dringend unterstützt werden muss“, so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. (DFWR).

Der Bericht der Bundesregierung beschreibt auch die vielfältigen Waldfunktionen, das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und den Belangen des Waldbesitzes sowie die Themenschwerpunkte der Waldpolitik in den vergangenen zwei Legislaturperioden. Besonders positiv wertet der DFWR die Darstellung der forstpolitischen Herausforderungen sowie der möglichen Auswirkungen verschiedener Handlungsoptionen. So bedarf es zur Stärkung der Klimaschutzleistungen einer nachhaltigen Walbewirtschaftung und Holzverwendung. Ausufernde Stilllegungsaktivitäten sind sowohl für den Klimaschutz als auch für die Wertschöpfung und Beschäftigung im ländlichen Raum kontraproduktiv.

Schirmbeck: „Wir konnten in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Bundesregierung viel erreichen. Allen beteiligten Akteuren gilt hierfür mein besonderer Dank! Jetzt müssen wir den Blick in die Zukunft richten und die zahlreichen Themen gemeinsam mit der neuen Bundesregierung anpacken.“

Besonders dringlichen Handlungsbedarf sieht Schirmbeck beim Klimaschutz und der Klimaanpassung, der Sicherung der Rohstoffversorgung und Wertschöpfung sowie der Zukunft von Betreuung und Förderung. Der Waldbericht der Bundesregierung liefert Anknüpfungspunkte für gute Lösungen.

„Die Vielzahl der Herausforderungen im Bereich der Waldpolitik zeigt, dass wir auch in den  kommenden Jahren alle Hände voll zu tun haben werden. Direkt nach der Bundestagswahl werden wir Gespräche mit den Verantwortlichen führen, um die drängenden Themen gemeinsam nach vorn zu bringen“, so Schirmbeck.

 

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Deutscher Forstwirtschaftsrat

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