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Bundesregierung stellt 35 Millionen Euro für Waldklimafonds zur Verfügung

Bundesregierung stellt 35 Millionen Euro für Waldklimafonds zur Verfügung

Die Bundesregierung hat mit dem Entwurf zum Bundeshaushalt 2012 die finanziellen Grundlagen für die Errichtung eines Waldklimafonds geschaffen. Für den Fonds, der zum 1. Januar 2013 unter gemeinsamer Federführung des Bundeslandwirtschafts- und des Bundesumweltministeriums errichtet werden soll, sind Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro jährlich vorgesehen. Damit sollen insbesondere Maßnahmen zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Landschaftswasserhaushaltes, zur besseren Anpassung an Klimaveränderungen, der Erhalt und die Sicherung von Waldmooren, die Neuanlage von kohlenstoffreichen Au- und Feuchtwäldern sowie die Einrichtung von Referenzflächen aber auch der Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Holz geplant werden. Vorgesehen sind ebenfalls Maßnahmen zur Prävention und Bewältigung großflächiger Schadensereignisse wie Stürme oder Waldbrände. Zusätzlich sollen Forschung, Monitoring, Kommunikation und Wissenstransfer unterstützt werden.
„Der Waldklimafonds ist ein Meilenstein im Umwelt- und Naturschutz. Er wird uns helfen Antworten zu finden auf drängende Zukunftsfragen“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am 6. Juli in Berlin. „Klimaschutz ist untrennbar mit der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder verbunden. Darum müssen wir die Wälder fit für den Klimawandel machen“, so Aigner. „Naturnahe, struktur- und artenreiche Wälder leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung unserer Klimaziele und zur Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und der biologischen Vielfalt“, so Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Beide Minister wollen daher Maßnahmen zur Anpassung der deutschen Wälder an den Klimawandel sowie zur Sicherung und zum Ausbau des Klimaschutzes durch Wald und Holz finanzieren. „Mit dem Waldklimafonds ist es gelungen, gerade im Jahr der Wälder ein deutliches Signal zu setzen.“
Die Mittel im Waldklimafonds sollen aus dem zum 1. Januar 2011 neu errichteten Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ stammen. In den Energie- und Klimafonds sollen die Einnahmen aus dem Emissionshandel fließen.
Die Einrichtung eines Waldklimafonds hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bereits in einer Pressemitteilung des BMELV (Nr. 294 vom 20.12.2009) angekündigt: „Um die Leistungen unserer deutschen Wälder für den Klimaschutz zu verstärken und sie fit für den Klimawandel zu machen, benötigen wir einen Waldklimafonds, der mit 50 Millionen Euro jährlich aus dem Emissionshandel ausgestattet ist“. Mit dem Geld könne die Verbesserung der Kohlenstoffspeicherung in den Wäldern, zum Beispiel durch die Stabilisierung des Wasserhaushaltes und den Erhalt und die Renaturierung von Waldmooren, vorangetrieben werden. Ebenso könnten Schulungen für Waldbesitzer finanziert werden, damit diese sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können.
BMVEL/fp

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