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Positive Auswirkungen nachhaltiger Forstwirtschaft

Das Bundeskabinett hat am 17. November den ersten Indikatorenbericht für die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Der Bericht legt Rechenschaft ab über den Fortschritt beim Naturschutz in Deutschland. „Neben dem Klimaschutz zählt die biologische Vielfalt zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Die UN-Naturschutzkonferenz vor gut zwei Wochen im japanischen Nagoya war ein großer und motivierender Erfolg für den internationalen Biodiversitätsschutz. International haben wir neue Ziele und eine ambitionierte Strategie für den globalen Schutz der biologischen Vielfalt beschlossen. Deutschland schreitet mit einer Nationalen Strategie seit Jahren voran. Der Indikatorenbericht ist eine ehrliche Zwischenbilanz, die uns zeigt, was wir zu Hause bereits geschafft haben, wo wir auf gutem Wege sind und wo wir noch nachlegen müssen“, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Auf den ersten Blick sind fast alle Indikatoren zwar noch weit von ihren jeweiligen Zielwerten entfernt. Es zeichnet sich aber eine positive Entwicklung ab: Wo eine entsprechende Analyse möglich ist, geht der Trend meist in die richtige Richtung: Das trifft beispielsweise bei den Indikatoren zum Gebietsschutz, zum Flächenverbrauch, zum ökologischen Landbau und zum Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft zu.
„Waldbesitzer und Forstleute können auf diese Ergebnisse stolz sein“ so MdB Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) in einer ersten Reaktion. Der erste Indikatorenbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bestätige die Naturschutzleistungen multifunktionaler Forstwirtschaft in Deutschland. „Diese sind eine hohe Anerkennung unserer naturnahen und multifunktionalen Forstwirtschaft, die bestätigen, dass die heutige Waldbewirtschaftung die biologische Vielfalt nicht nur erhält, sondern auch fördert und verbessert“, so Schirmbeck weiter.
Im Kapitel „Nachhaltige Forstwirtschaft“ im Indikatorenbericht wird erklärt, dass die biologische Vielfalt in den Wäldern durch umwelt- und naturverträgliche Forstwirtschaft zu erhalten und zu fördern sei. Es wird anerkannt, dass Waldbesitzer und Forstleute die Vorteile naturnaher Forstwirtschaft aus eigener Überzeugung praktizieren. Die Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft wird dabei als wichtiges Instrument der unabhängigen Kontrollen und Dokumentation gesehen. Der Bericht bestätigt die positiven Trends der Waldbewirtschaftung in den letzten Jahren und hebt in Bezug auf die Zertifizierung hervor, dass die gesteckte Zielmarke von 80 Prozent zertifizierter Waldfläche mit ca. 73 Prozent bereits nahezu erreicht sei. In Europa ist nur etwa die Hälfte der Waldfläche zertifiziert, weltweit sind es nicht einmal 10 %. „Diese Zahlen sind ein weiterer Beleg für das herausragende und vorbildliche Verantwortungsbewusstsein der Waldbesitzer und Forstleute im dichtbesiedelten Deutschland“, erklärt Schirmbeck zufrieden.
Anhand der Zertifikate kann der Verbraucher sicher sein, dass die naturnahe Forstwirtschaft den wichtigen nachwachsenden Rohstoff Holz im Einklang mit den vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an den Wald, wie Schutz und Erhalt der Biodiversität, Wasser- und Klimaschutz und Erholungsnutzung, erzeugt und bereitstellt. „Weltweit genießen Qualität und Professionalität der Waldbewirtschaftung in Deutschland hohe Anerkennung. Mit dem aktuellen Indikatorenbericht des Bundesumweltministeriums wird dieser verantwortungsvolle Umgang mit unseren Wäldern bestätigt. Politik und Gesellschaft hierzulande sollten diese Leistungen zu schätzen wissen“ so Schirmbeck abschließend.
 

Indikatorenbericht 2010

 
BMU/DFWR

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