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Totholz sollte als Lebenselixier des Waldes verstanden werden Stefan Imig

Bundesprogramm fördert Totholzprojekt im Saarland

Am 26. April 2013 wurde in Saarbrücken ein Projekt zum Schutz und zur Entwicklung von Alt- und Totholz in Wäldern als Lebensraum seltener Arten gestartet. In den nächsten sechs Jahren werden Experten mit privaten und öffentlichen Forstbetrieben Managementkonzepte erarbeiten, um den Lebensraum Alt- und Totholz in die Waldbewirtschaftung auf ganzer Fläche mit einzubinden. Dazu stellt das Bundesumweltministerium (BMU) aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt etwa 1,4 Mio. EUR zur Verfügung.
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet das Naturschutzprojekt des NABU Saarland als Bewilligungsbehörde fachlich. Zusammen mit Fördermitteln des saarländischen Umweltministeriums und Mitteln des NABU stehen so für das Totholzprojekt insgesamt fast 1,9 Mio. EUR zur Verfügung.
 
Inhalt und Ziel
Das Projekt hat den Titel „Entwicklung und Förderung von Alt- und Totholzbiozönosen durch eine nachhaltige Bewirtschaftungsstrategie in saarländischen Forstbetrieben“. Auf Basis aktueller Erfassungsdaten zu Vegetation, Tierarten und Pilzen in ausgewählten Buchenwaldbeständen des Saarlandes sollen im Totholzprojekt insbesondere die Restpopulationen der Alt- und Totholzbiozönosen identifiziert, vernetzt und somit letztendlich bewahrt bzw. weiterverbreitet werden. Dafür müssen ausreichende Altholzstrukturen kontinuierlich und flächendeckend entwickelt und erhalten werden, wobei hier besonderes Augenmerk auf dem Überleben der stark bedrohten Urwaldreliktarten liegt.
 
Im Laufe des Projektes sollen außerdem Handlungsempfehlungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Verkehrssicherung im Wirtschaftswald erarbeitet werden, die anschließend von Waldbesitzern und Forstbetrieben durch Praxisleitfäden konkrete Anwendung finden.

Ein wichtiger Teil des Projektes ist auch die Information einer breiten Öffentlichkeit. Alle entscheidenden Akteure aus Politik, Forstwirtschaft, Forschung und Bevölkerung werden durch eine umfassende Kommunikation in Diskussionsforen, mit Fachexkursionen und Publikationen sowie Ausstellungen informiert und eingebunden. Als wichtige Kommunikationsplattform ist im Rahmen des Projektes der Bau eines Informationszentrums vorgesehen. Hier werden die gewonnenen Ergebnisse repräsentativ und nachhaltig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kommuniziert.

BMU
Ein Projektteam des NABU Saar wird zusammen mit dem SaarForst Landesbetrieb und weiteren Experten beispielsweise Managementkonzepte erarbeiten Stefan Imig Totholz sollte als Lebenselixier des Waldes verstanden werden Stefan Imig

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