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Bundesländer harmonisieren Waldbrandgefahrenstufen

Bundesländer harmonisieren Waldbrandgefahrenstufen

In der besonders waldbrandgefährdeten Zeit vom 1. März bis 31. Oktober wird die Waldbrandgefahr anhand verschiedener Witterungsparameter berechnet und in sog. Waldbrandgefahrenstufen zum Ausdruck gebracht. In den neuen Bundesländern wird ab 2014 die Nummerierung der Waldbrandgefahrenstufen von bisher 0 bis 4 an die internationale Skalierung 1 bis 5, die auch in den alten Bundesländern verwendet wird, angepasst. Dabei wird die Bedeutung der einzelnen Gefahrenstufen beibehalten, d. h. die jetzt niedrigste Waldbrandgefahrenstufe 1 bedeutet „sehr geringe Waldbrandgefahr“ und die höchste Stufe 5 „sehr hohe Waldbrandgefahr“.
Weiterhin haben sich die Bundesländer darauf geeinigt, die Waldbrandgefahr durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) nach einem einheitlichen Prognoseverfahren ermitteln zu lassen, welches Thüringen als erstes der neuen Bundesländer schon 2013 einführte.
Darauf macht die Thüringer Landesforstanstalt aufmerksam, mit rund 200.000 ha flächengrößter Waldbesitzer im Freistaat Thüringen. „Das in Thüringen schon im vergangenen Jahr eingeführte neue Verfahren hat sich bewährt und wird nun in den verbleibenden vier jungen Bundesländern ebenfalls übernommen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zur Feststellung der konkreten Waldbrandgefahr wird künftig bundesweit der vom Deutschen Wetterdienst berechnete Waldbrandgefahrenindex (WBI) verwendet. „Gerade an den Grenzen zu anderen Bundesländern wird es daher künftig zu keinen gravierenden Unterschieden in der Waldbrandgefahrenprognose kommen“, so Gebhardt weiter.
ThüringenForst ist durch das Thüringer Umweltministerium mit der Organisation des Waldbrandschutzes in den über 550.000 ha Wald im Freistaat beauftragt.
Jährlich werden in Deutschland 700 bis 800 Waldbrände mit einem Flächenzerstörung von mehreren Hundert Hektar registriert. Die Schäden belaufen sich auf nahezu eine halbe Million Euro. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen führen die Waldbrandstatistik bundesweit an, das waldreiche Thüringen nimmt einen mittleren Platz ein.
ThüringenForst

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