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BUND zum Jahr der Wälder

BUND zum Jahr der Wälder

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will im Internationalen Jahr der Wälder vor allem die Rolle der Wälder beim Schutz der Artenvielfalt ins Blickfeld rücken. Der Wald sei nicht primär ein Wirtschaftsgut für die Holzindustrie. Vielmehr sei er vor allem ein Refugium für viele seltene Pflanzen und Tiere, habe eine wichtige Funktion beim Klimaschutz und sei ein unverzichtbarer Erholungsraum für die Bevölkerung, so die BUND-Waldexpertin Heidrun Heidecke. Auch Deutschland müsse beim Waldschutz zulegen. Nadelforste müssten in Mischwälder umgewandelt, Waldmoore renaturiert und mindestens 5 % der Waldfläche aus der Nutzung genommen und als künftige Urwälder geschützt werden.

Der BUND werde sich im Jahr der Wälder vor allem für den Schutz der Buchenwälder einsetzen. Bedenklich sei, dass inzwischen jede zweite Buche in Deutschland Schäden aufweise. Hauptursache seien die Emissionen aus Verkehr und Landwirtschaft. Hohe Stickstoffeinträge führten zur Versauerung der Böden und schädigten die Baumwurzeln. Da ein Viertel der weltweiten Buchenbestände hierzulande vorkomme, trage Deutschland für deren Erhalt eine besondere Verantwortung. Die Bemühungen der Bundesregierung, Buchenwälder in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen 2011 von der UNESCO als Weltnaturerbe schützen zu lassen, will der BUND unterstützen. Bund und Länder seien jedoch gefordert, zusätzlich Buchenwälder wie jene im bayerischen Steigerwald als nutzungsfreie Nationalparks auszuweisen. Gestoppt werden müsse auch die weitere Privatisierung öffentlicher Waldflächen.

BUND/fp

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