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Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald: Nationalparkplanung verknappt Brennholz in Lippe

Wegen der Planungen für den umstrittenen Nationalpark Teutoburger Wald verzichtet der Landesverband Lippe in diesem Jahr auf einen Holzeinschlag in der geplanten Kulisse. Nun drohen den rund 17.000 Haushalten in Lippe, die mit Holz heizen, nicht nur erhebliche Kostensteigerungen, es zeichnen sich bereits jetzt erste Engpässe ab. Rund 20.000 Rm dürften am Ende fehlen, so Jürgen Ruth, Vorsitzender der Bürgerinitiative Unser Teutoburger Wald, denn seit März werde keine Brennholzwerbung mehr betrieben. Im Frühjahr habe der Landesverbrand Lippe wegen des Verzichts auf Holzeinschlag und daraus resultierender Einnahmeverluste bereits ein Millionendarlehen beim Land NRW aufnehmen müssen.

Bislang seien keine Maßnahmen bekannt, wie diesem Engpass begegnet werden soll. Die Haushalte hätten mit dem Versprechen auf eine ökologisch-nachhaltige Energieversorgung jeweils einen mittleren vierstelligen Betrag in ihre Heizung und entsprechende Lehrgänge investiert. Zudem leisteten diese Brennholzwerber auch in den Wäldern wertvolle Pflegemaßnahmen. „Und nun werden sie die ersten Opfer des ganzen Chaos, das rund um den geplanten Nationalpark herrsche“, so Ruth weiter. „Statt 20 bis 22 EUR pro Raummeter dürfte der neue Preis um die 57 EUR pro Raummeter liegen, was einer Verdreifachung der Kosten bedeutet und für viele der betroffenen Haushalte nicht zu leisten ist.“

Ruth fordert die Verantwortlichen beim Landesverband Lippe sowie beim Kreis und Land NRW auf, die ins Stocken geratene Planung für einen Nationalpark nicht auf dem Rücken der Menschen auszutragen. Wenn die Belieferung aus der Region stoppe, müssen weitere Anfahrtswege in Kauf genommen werden, Preise stiegen und viele Haushalte müssten aus Kostengründen wieder auf fossile Brennstoffe umsteigen.

So sei Ende letzter Woche bekannt geworden, dass die vom Kreis Lippe vorgestellte neue Kulisse für den Nationalpark gar nicht den gesetzlichen Kriterien entspreche und nach dem Eingeständnis der Landesregierung von NRW nicht nationalparkwürdig sei. Aber die Verantwortlichen in Lippe schienen dies zu ignorieren und wie die Lämmer hinter einem grünen Umweltminister herzumarschieren, der immer mehr Geld in die Planungen pumpe, um doch noch ans Ziel zu kommen. „Der Landesverband Lippe will für den Nationalpark nicht nur seinen Wald für minderwertige Flächen am Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren verscherbeln, er geht vorher pleite, ohne es zu merken“, klagt Ruth. Um dieses zu verhindern wurde eine neue Unterschriftenaktion gestartet. Der Bürger vor Ort soll mit seiner Unterschrift, dieses den Verantwortlichen ebenfalls verdeutlichen. Näheres hierzu unter: www.unser-teutoburger-wald.de

Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald

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