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Bürger gegen Nationalpark „Teutoburger Wald“: BUND und Grüne müssen Scheitern akzeptieren

Angesichts einer breiten Volksbewegung gegen einen Nationalpark „Teutoburger Wald“ müssen die Grünen, ihr Umweltminister Remmel und die ihn unterstützenden Umweltverbände das Scheitern akzeptieren und die Planungen einzustellen. Das erklärte die Pressesprecherin der Bürgerbewegung gegen den umstrittenen Nationalpark in Lippe, Patricia Lumpp. „Minister Remmel hat immer betont, dass die Initiative für den Nationalpark Teutoburger Wald aus der Region gekommen sei und dort über ihn entscheiden werde.“

Doch in der Region sei die Entscheidung gegen das Vorhaben längst gefallen: die Flächen des Hauses zur Lippe und der Stadtwald Horn-Bad Meinberg stehen nicht zur Verfügung, der Landesverband Lippe darf nach Aussage führender Verwaltungsjuristen seine Waldflächen nicht tauschen. „Damit stehen zwei Drittel der ursprünglichen vorgestellten Kulisse nicht zur Verfügung“, so Lumpp. Das Vorhaben habe mittlerweile zum größten Bürgerprotest in der Geschichte Lippes geführt, über 30.000 Unterschriften belegten dies eindrucksvoll. Sechs von acht betroffenen Gemeinden lehnen das Vorhaben mittlerweile ab, genauso wie die beiden Kreise Paderborn und Höxter, in denen ebenfalls Teile der Kulisse liegen.

Statt dies zu akzeptieren und die Planung einzustellen, klammerten sich Remmel und die Naturschutzverbände an die Idee und forderten wie der BUND eine Umfrage dazu in ganz NRW und  eine Gebietskulisse mit drei Teilen, die naturschutzfachlich gar nicht geeignet sei. „Das ist gegen alle Absprachen, hat sich von der Idee eines Nationalparks völlig verabschiedet und dient jetzt als ideologisches Vehikel, mit dem die Befürworter ihre Macht demonstrieren wollen – vorbei am Willen der Mehrheit der Lipper und gegen ihre Interessen.“

Bürgerbewegung gegen Nationalpark "Teutoburger Wald"

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