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Bürgerbewegung fordert Stopp der Planung des Nationalparks Teutoburger Wald

Die Bürgerbewegung „Unser Teutoburger Wald“ hat den sofortigen Stopp der Planung des Nationalparks Teutoburger Wald und der damit verbundenen Ausgabe öffentlicher Gelder gefordert.  
„Nach der klaren Absage der Gemeinde Horn-Bad Meinberg und von Prinz zur Lippe, die ihre Waldflächen für den Nationalpark nicht zur Verfügung stellen, ist die ursprünglich vom Land NRW und dem Landrat vorgestellte Kulisse nur noch Makulatur“, so der Vorsitzende der Bürgerbewegung, Jürgen Ruth. „Wie kann angesichts dieser Lage jemand glauben, aus den drei verbliebenen, überhaupt nicht mehr zusammenhängenden Waldflächen einen Nationalpark zu formen, der schon in der Idealkulisse viel zu klein war?“
 
Ruth fordert die an der Planung Beteiligten im Kreis Lippe und Land NRW auf, das Scheitern des Nationalparks und damit den breiten Widerstand in der Region endlich anzuerkennen und nicht weiter Hundertausende von Euro in die Planung des gescheiterten Vorhabens und den Versuch, zu retten, was nicht mehr zu retten ist, zu stecken. Auch erinnert Ruth in diesem Zusammenhang an den noch immer geltenden Beschluss des Lippischen Kreistages von 2008, dass ein Nationalpark nur im Konsens und mit Zustimmung der jeweiligen Eigentümer erfolgen dürfe. Angesichts der Lage seien die Planungen und enormen Geldaufwendungen bei Kreis und Land einzustellen.
 
Dabei gehe es um viel Geld: 575.000 EUR im Haushalt des Kreises Lippe für Planungskosten in Sachen Nationalpark, weitere 86.000 EUR von der Stiftung Umwelt NRW für die Koordinierungsstelle der Naturschutzverbände, 20.000 EUR und mehr von der Stiftung Ravensberg für deren Marketingkampagne, 125.000 EUR Personal- und Sachkosten für zwei Förster in der Infostelle des NRW-Landesbetriebs Forst und Holz in Bad Lippspringe. Und die Ausgabe öffentlicher Mitteln gehe munter weiter. „Jetzt finanziert das Land NRW auch noch zur Hälfte eine 70.000-Euro-Studie der Stadt Bielefeld in Sachen Nationalpark. Und wer die Honorare des vom Kreistag mandatierten Anwalts Koslowski und die Beraterkosten für die Moderation der völlig überflüssigen Arbeitskreise und des Runden Tisches trägt, ist noch gar nicht erfasst.“ Ruth fordert die Beteiligten hier zu völliger Transparenz auf und wiederholt seine Kritik, dass bewusst über diverse Umwege Gelder bereitgestellt werden. 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Bürgerbewegung „Unser Teutoburger Wald“

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