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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Dürftige Waldstrategie ohne Konzept für Bioenergie- und Jagdpolitik

Bündnis/Grüne: Waldstrategie 2020 ist Armutszeugnis für die Bundesregierung

„Nach allem, was von der Waldstrategie bisher zu lesen war, war es dringend notwendig, die Notbremse zu ziehen. Denn es handelte sich um einen sowohl aus naturschutzpolitischer als aus holzwirtschaftlicher Sicht absolut dürftigen Entwurf. Und das, obwohl dem Entwurf ein 3-jähriger Diskussionsprozess vorangegangen ist. Das ist ein ziemliches Armutszeugnis für die Bundesregierung.“ So kommentierte die Sprecherin für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Behm, die Absage der für den 21. März angekündigten Vorstellung der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung.
„Offenbar ist auch Agrarministerin Aigner zu dem Schluss gekommen, dass der vorliegende Entwurf für eine Waldstrategie der Bundesregierung unzulänglich und zu dürftig ist. Warum sonst hätte sie die Veröffentlichung der Waldstrategie auf unbestimmte Zeit bzw. auf ,eventuell noch in diesem Jahr‘ vertagen sollen und einen erneuten Diskussions- und Dialogprozess ankündigen lassen? Bei einer nicht abgeschlossenen Ressortabstimmung wäre das nicht nötig gewesen. Offenbar sieht auch die Ministerin grundlegenden Überarbeitungsbedarf. Mit gutem Grund. Denn der bekannt gewordene Entwurf formuliert weder ausreichende Ziele noch Lösungs- und Handlungsansätze. Genau das aber wäre die Aufgabe einer Waldstrategie der Bundesregierung.
So wäre angesichts der drohenden Holzlücke dringend ein Forschungs- und Innovationsprogramm für den sparsamen und effizienten Holzeinsatz, eine Initiative zur effizienten Holzenergienutzung und eine Initiative zum verstärkten Holz- und Papierrecycling notwendig. Ziel muss es sein, zukünftig mehr Nutzen aus den zur Verfügung stehenden Holzressourcen zu erzielen als bisher. Angesichts des abnehmenden Laubholzanteils brauchen wir eine Technologie- und Innovationsinitiative zur Verwertung von Laubholz. Außerdem ist eine Initiative für den Holzbau angebracht, weil im Holzbau die Nutzungsdauer des Holzes am längsten ist, somit die Verwendung von Holz im Baubereich die nachhaltigste und klimapolitisch sinnvollste Verwertung ist.“
 
Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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