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Bündnis90/Die Grünen fordern Erweiterung der Holz-Importregelungen

Bündnis90/Die Grünen fordern Erweiterung der Holz-Importregelungen

Die EU muss ihre Holzhandelsverordnung dahingehend erweitern, dass nur Holz (einschließlich Holzerzeugnisse), das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, in Europa in Verkehr gebracht werden darf. Dazu soll die EU-Kommission entsprechende Vorschläge zur Ergänzung der EU-Holzhandelsverordnung vorlegen. Auf diese Forderung des Europäischen Parlaments hat die Sprecherin für Waldpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Cornelia Behm, zum diesjährigen Tag der Tropenwälder am 14. September hingewiesen.
 
In ihrer Holzhandelsverordnung hat die EU im Jahr 2010 eine faktisches Importverbot für illegal geschlagenes Holz erlassen. Das sei nach langjähriger Diskussion ein Riesen-Erfolg für die Urwaldschutz-Politik gewesen. „Allerdings muss diese Verordnung erst noch in nationales Recht umgesetzt werden. Dabei darf die Urwaldschutzpolitik der EU nicht stehenbleiben, denn das war erst ein Etappensieg für den internationalen Waldschutz. So kommt es immer wieder vor, dass auch legales Holz aus Raubbau stammt. Viele Urwaldländer vergeben entsprechend ihren nationalen Forstgesetzen Lizenzen zur Rodung großer Urwaldflächen, ohne auch nur im geringsten auf die ökologischen und sozialen Folgen Rücksicht zu nehmen. Und obwohl dieses Holz dann legal geschlagen wurde, ist dieser Einschlag verheerend“, erläutert Behm ihre Forderung nach einer Erweiterung der Holz-Importregelungen. „Wenn importierte Hölzer und Holzprodukte zukünftig aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen müssten, dann dürfte Holz aus legalen Kahlschlägen zukünftig nicht mehr importiert werden. Das wäre ein wichtiger, zusätzlicher Beitrag, um den nach wie vor erschreckend großen Waldverlust von jährlich 13 Mio. Hektar Wald eindämmen zu können.“
Büro Cornelia Behm MdB

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