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Bündnis 90/Die Grünen: Waldstrategie nicht auf Holzversorgung reduzieren

Zur Diskussion um die angekündigte Waldstrategie der Bundesregierung erklärt Cornelia Behm, Sprecherin für Waldpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Die Waldstrategie der Bundesregierung muss für alle Aspekte, die für die Wald- und Holzwirtschaft wesentlich sind, strategische Ziele und Lösungsansätze formulieren. Dazu gehören neben der Holzversorgung unter anderem auch der Naturschutz im Wald, die Herausforderungen durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust sowie Anforderungen an die Jagdpolitik. Eine Reduzierung auf die Frage, wie der deutsche Wald mehr Holz bereitstellen kann, wird den Herausforderungen nicht gerecht.
Notwendig ist zudem die Verknüpfung mit anderen Strategien der Bundesregierung, zum Beispiel der für Biomasse und der für Biodiversität. So muss die Bundesregierung endlich eine Antwort auf die Frage geben, auf welche Art und Weise sie ihr Ziel von bundesweit 5 % ungenutzten Naturwäldern umsetzen will, damit die Spekulationen über die zu erwartenden Auswirkungen auf Waldbesitzer und Holzversorgung endlich ein Ende haben. Sie muss auch den jagdpolitischen Stillstand überwinden, den sie selbst verordnet hat.
Übergeordnetes Ziel der Waldstrategie muss es sein, naturnahe, klimaplastische Wälder aufzubauen, die langfristig den wertvollen Rohstoff Holz liefern. Dieses Holz muss künftig sparsamer und effizienter eingesetzt werden. Hierfür erwarten wir sowohl finanz- als auch ordnungspolitische Instrumente.
Bündnis 90/Die Grünen, Cornelia Behm

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