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BSHD initiiert "Politikbrief der Sägeindustrie"

BSHD initiiert „Politikbrief der Sägeindustrie“

Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) wird ab sofort vierteljährlich einen „Politikbrief“ über Themen der Branche verfassen. Er richtet sich an Fachpolitiker sowie wichtige Ansprechpartner in den Regierungen und Ministerien des Bundes und der Länder. Mit dem „Politikbrief“ sollen politisch relevante Sachverhalte komprimiert und verständlich aufbereitet werden und den Entscheidungsträgern als kompetente Informationsquelle dienen.

Der Politikbrief 1/2011 beschäftigt sich mit der anstehenden Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) 2012.

Dazu erläutert Lars Schmidt, geschäftsführender Vorstand beim BSHD: „Nachdem die Clearingstelle EEG den Nawaro-Bonus für Sägewerksrinde nach dem aktuellen Gesetz im Dezember 2010 bestätigt hat, gilt es am Ball zu bleiben, damit die Sägeindustrie nicht wieder benachteiligt wird.“ Im neuen EEG gibt es nichts mehr zu verteilen. Die EEG-Umlage auf den Rechnungen der Verbraucher hat einen kritischen Wert erreicht. Die Politik wird versuchen, die Umlage zu reduzieren. Boni-Kürzungen und der Wegfall von Fördertatbeständen sind zu erwarten. Für die Solar- und die Biogasbranche wurden schon Kürzungen angekündigt. Lars Schmidt: „Wer von den ’Erneuerbaren’ letztlich Federn lassen muss, hängt von der Kommunikationsfähigkeit der einzelnen Branchen ab und von den Schwerpunkten der Energiepolitik, die von der Politik gesetzt werden.“

Die Sägeindustrie hat sehr gute Argumente für eine effektive Stromerzeugung in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung. Während es immer noch Biomassekraftwerke gibt, die nur Strom produzieren und damit im Wirkungsgrad die 40 % kaum überschreiten, verfügt die Sägeindustrie über einen Wärmebedarf für die Schnittholztrocknung vor Ort und erzielt Wirkungsgrade der Energienutzung von bis zu 90 %.

Der BSHD schlägt daher für die Betriebe der Säge- und Holzindustrie einige Verbesserungen im EEG vor:
1. Der Nawaro-Bonus auf Rinde soll beibehalten werden.
2. Kleine und mittlere Kraftwerke benötigen mehr Flexibilität im Rohstoffeinsatz, dafür muss das sogenannte Ausschließlichkeitsprinzip abgeschafft werden.
3. Der KWK-Bonus für die Schnittholztrocknung muss gewährt werden.
4. Der Technologie-Bonus ist auszuweiten.
5. Die Position der Clearingstelle ist zu stärken.

Der Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung im BSHD wird entsprechende Aktivitäten initiieren.

BSHD

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