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BSHD befragte Parteien zur NRW-Wahl

Der Bundesverband Säge und Holzindustrie Deutschland (BSHD) befragte vor der Landtagswahl am 13. Mai in Nordrhein-Westfalen die Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne zu verschiedenen forst- und wirtschaftspolitischen Themen. SPD und FDP zeigen klar Flagge, die CDU wird nicht konkret – und die Grünen reagieren nicht. Die Antworten zeichnen ein gutes Meinungsbild der Landtagsparteien in NRW zu den relevanten Themen in der Branche.

Die Fragen der Holzindustrie befassten sich dabei vor allem mit der aktuellen Diskussion um den geplanten Nationalpark im Kreis Lippe sowie mit der „Wildnisstrategie“ des Landes NRW und deren Auswirkungen auf die Laubholzbetriebe im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Bereitschaft auf die Fragen der Holzindustrie zur künftigen Wald- und Rohstoffpolitik zu antworten war jedoch sehr unterschiedlich: „Während die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten sowie die Freidemokraten ausführlich und sehr deutlich Position bezogen, blieb die CDU erstaunlich wortkarg und nichtssagend. Von den Grünen lag bis Redaktionsschluss kein Statement vor“, fasst BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt die Rückläufe aus den Parteizentralen zusammen.
 
Schmidt zeigt sich über das Ergebnis jedoch nicht verwundert: „Der CDU wächst das Thema ‚Nationalpark Teutoburger Wald’ scheinbar über den Kopf. Denn der parteieigene Landrat im Kreis Lippe will den Nationalpark mit aller Macht durchsetzen. Zahlreiche Vertreter der CDU in NRW hingegen sind mittlerweile anderer Meinung. Daher äußert man sich offensichtlich pauschal und ungenau, bevor parteiintern weiteres Porzellan zerschlagen wird.“
 
Dass die Grünen nicht reagiert und insbesondere zur umweltrechtlichen Sachlage der Nationalparkausweisung nicht klar Stellung bezogen haben, bedauert man beim BSHD allerdings sehr. „Das hätte die Branche in NRW sicherlich interessiert, nachdem Minister Remmel im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Klimaschutzgesetztes das enorme Klimaschutzpotenzial des nachwachsenden Baustoffs und Bioenergieträgers Holz verkannt und den großflächigen Verzicht auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung erneut in den Vordergrund gestellt hatte. Hier wollte man vielleicht nicht preisgeben, dass man  auf dem ideologischen ‚Holzweg’ ist – und mit eindeutigen Sachargumenten eine solche Wald- und Ressourcenpolitik nur schwer begründen kann.“

 

Zur BSHD-Tabelle der Antworten

 
BSHD

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