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BSHD-Arbeitskreis Laubholz tagte

BSHD-Arbeitskreis Laubholz tagte

Am 5. und 6. April traf sich der Arbeitskreis Laubholz des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) in Ehningen und Herrenberg zur Frühjahrssitzung.

Nach Ehningen/Herrenberg kamen 18 Teilnehmer aus 14 Unternehmen. Ein Thema war die Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel (RVR). Die Verhandlungen zwischen dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) gehen nach vier Jahren in eine entscheidende Phase. Im Arbeitskreis wurden wesentliche Punkte für den Bereich Laubholz diskutiert, um die Position der BSHD-Delegation für die nächsten Termine zu verabschieden. Im Detail wurde über die Definition von Astigkeit, Drehwuchs, Krümmung, Weißfäule, Rotkern und Rindenschäden bei der Buche gesprochen. Trotz teils kontroverser Meinungen bestand Einigkeit im Arbeitskreis, die Verhandlungen für das Laubholz mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Auf der nächsten Sitzung zur RVR will der BSHD die Kriterien für die Buche nochmals mit den Vertretern des Waldbesitzes diskutieren. Die RVR soll die alte HKS ablösen, hat aber nicht den rechtlichen Status einer Verordnung. Trotzdem wird die RVR für bedeutsam gehalten, weil sie einen Rahmen für die Verhandlungen mit dem Waldbesitz setzt und auf die Ausbildung des Forstpersonals maßgeblichen Einfluss haben dürfte.

Außerdem wurden die Themen für das kommende Herbst-Gespräch festgelegt. Im Herbst treffen sich traditionell die Vertreter der Sägeindustrie mit dem Waldbesitz. Neben einer Delegation des BSHD wird auch der Verband der Deutschen Sägeindustrie (VDS) Teilnehmer in das Gespräch entsenden. Der DFWR entsendet insgesamt 10 Vertreter aus den verschiedenen Waldbesitzarten in das Gremium. In der Diskussion zu den Themenvorschlägen für das Herbstgespräch wurde die teilweise unvollständige Vertragserfüllung staatlicher Forstverwaltungen kritisiert. Als eine Ursache wurde die abnehmende Personalkapazität bei Waldarbeitern und Revierleitern genannt.

Der Absatz beim Laubschnittholz wurde als gut bezeichnet, bei allerdings weiterhin nicht befriedigenden Preisen. Tendenziell steigende Rundholzpreise, insbesondere bei Eiche und Esche, machen ein Anpassen der Kalkulation dringend erforderlich. Die Perspektiven werden allerdings durch die schwachen südeuropäischen Märkte eingetrübt. Im europäischen Kontext geht der Laubmassivholzverbrauch weiter zurück. Das Wegbrechen der Märkte in der Levante dürfte die Mengen an Buchenschnittholz aus Rumänien, dem mittlerweile größten Laubschnittholzproduzenten in Europa, in andere Kanäle umleiten, mit bisher nicht absehbaren Folgen. Es wird daher immer wichtiger für die Laubmassivholzproduzenten, Branchenwerbung zu betreiben und neue Verwendungsbereiche aktiv weiterzuentwickeln. Der Arbeitskreis Laubholz im BSHD will sich diesen Aktivitäten in Zukunft verstärkt widmen. Ein erster Ansatz ist der Gemeinschaftsstand auf der LIGNA und die erstmalige Verleihung des Sonderpreises „Massivholz“ innerhalb des Wettbewerbs  „Die gute Form“ ausgerichtet vom Verband der Tischler Schreiner Deutschland.
BSHD

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