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Brutholz für den Alpenbock

Brutholz für den Alpenbock

Der große, blau-schwarz gefärbte Alpenbock mit den markanten Antennen ist in
Deutschland nur im Traufgebiet der Schwäbischen Alb, im Oberen Donautal und in den
Bayerischen Alpen anzutreffen. Er lebt in lichten, sonnenbeschienenen
Buchenwäldern. Das Kreisforstamt Reutlingen und das Umweltbildungszentrum Listhof schufen nun neue Lebensräume für den seltenen Alpenbock.

Der Alpenbock ist im „Aktionsplan Biologische Vielfalt“ des Landes Baden-Württemberg als besonders hilfedürftige Art verzeichnet. Am Gönninger Roßberg am Rand der schwäbischen Alb gibt es jetzt gute Perspektiven für mehrere Generationen dieses seltenen Käfers. Zur Eiablage dienen Alpenbock (Rosalia alpina) abgestorbene Buchenstämme, die als stehendes oder liegendes Totholz über Jahre im Wald verbleiben. Forstwirte des Stadtwaldes Reutlingen sicherten mit ihren durchgeführten Maßnahmen auf längere Zeit genau diese Brutplätze für den Käfer. Dazu wurde Holz gefällt und liegengelassen sowie ein umfangreiches Angebot an Buchen geringelt. Das Gros der gefällten oder bearbeiteten Bäume muss noch austrocknen, denn der Alpenbock liebt älteres Totholz.
Das Projekt „Maßnahmen zur Erhaltung besonders geschützter Käferarten – Alpenbock und Hirschkäfer“ wird 2010 mit 21.000,- Euro aus dem Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“ der Deutschen Umwelthilfe e. V. und der Telekom Deutschland GmbH gefördert. Das Projekt zum Erhalt von Alpenbock und Hirschkäfer wird zusammen mit dem Kreisforstamt Reutlingen und in enger Kooperation mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb durchgeführt.

 

RPT

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