Waldschutz

Broschüre zum Borkenkäfermanagement

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Massenvermehrungen von Borkenkäfern sind kein neues Phänomen, doch sie nehmen in Folge abiotischer Schadereignisse, etwa von Hitze, Dürre oder Stürmen zu. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) legte deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) die Broschüre „Borkenkäfer an Nadelbäumen“ auf, die Optionen zum Borkenkäfermanagement vorstellt.

Die Broschüre beschreibt und bebildert gängige Käferarten und deren Flugzeit, Brutbild, Generationenzahl und Überwinterungsstrategien samt Wirtsbäumen und Befallsmerkmalen. Das System des integrierten Borkenkäfermanagements ist mit Fotos gut untermauert. Dieses System soll als Kombinationsmöglichkeit zu waldbaulicher, biologischer, biotechnischer und mechanischer Maßnahme zur Vorbeugung, wie auch zur Bekämpfung des Borkenkäfers dienen. Als letzte Option wären auch chemische Maßnahmen denkbar.

Eine saubere Waldwirtschaft

Die Autoren erörtern zudem das traditionelle „Prinzip der sauberen Waldwirtschaft“. Darunter versteht man, den Borkenkäfern den präventiven Brutraum zu entziehen, entweder durch das abtransportieren oder das entrinden von bruttauglichen und befallenen Materialien. Natürliche Gegenspieler des Borkenkäfers stellen die Verfasser ebenso vor wie Verfahren der Dichteabsenkung zur Befallsminderung – etwa durch lockstoffbeköderte Fangbbäume oder Fangholzhaufen. Außerdem erläutern sie die Techniken der terrestrischen Befallskontrolle im Bestand und des Brutbaummonitorings.

Die Broschüre „Borkenkäfer an Nadelbäumen“ zum Download. 

Quelle: FNR