Das Beschicken einer Trommelsäge erfordert viel Konzentration: Es dürfen immer nur 
leere Kammern befüllt werdenFoto: H. Höllerl
Das Beschicken einer Trommelsäge erfordert viel Konzentration: Es dürfen immer nur
leere Kammern befüllt werdenFoto: H. Höllerl
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Brennholzketten im Vergleich

19. Januar 2023
Das Angebot an Maschinen zur Scheitholzproduktion ist schier unüberschaubar. Preislich sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Aber es muss auch noch andere Entscheidungskriterien geben als nur den Umfang des Geldbeutels. Schließlich gibt es auch technisch verschiedene Ansätze, um das Rundholz auf Ofenlängen zu bringen. Wir vergleichen drei verschiedene Spalter-Sägen-Kombinationen miteinander.

Drei verschiedene Produktionsketten haben wir auf dem Betriebsgelände von Benedikt Schuster in Waal bei Landsberg am Lech zusammengestellt und drei Tage durchprobieren dürfen:

  • Stehendspalter Thor Magik 13t und Wippsäge Eifo WK 750–FB4
  • Liegendspalter Posch Splitmaster 26 und Schrägsäge Posch SmartCut
  • Schichtspalter Boschert Split Profi 1030 und Trommelsäge Kretzer Rotomat 4

Natürlich gibt es für den Gegenwert einiger unserer Testmaschinen schon ausgewachsene Sägespalt-Automaten zu kaufen. Doch diese Art der Brennholzaufbereitung lassen wir hier ganz bewusst außen vor. Wir befassen uns ausschließlich mit dem klassischen Arbeitsverfahren:

Zuerst werden Rundrollen zu Meterscheiten aufgespalten, die man erst nach dem Trocknen auf die gewünschten Sortimentslängen zuschneidet. Gerade bei kleinen und mittleren Brennholzproduzenten ist das oft die Methode der Wahl. Vielfach sind es Platzgründe, die dafür sprechen. Aufgestapeltes oder gebündeltes Meterholz ist wesentlich kompakter zu lagern und braucht nicht unbedingt eigene Behältnisse. Aber auch die Flexibilität, erst beim Verkauf entscheiden zu müssen, welche Scheitlänge geschnitten werden soll, ist nicht zu unterschätzen.

Grundsatzüberlegungen

Natürlich wird bei der Kaufentscheidung der Preis immer eine entscheidende Rolle spielen – schließlich haben wir hier eine Spanne von rund 10 000 € für eine einfache Kombination aus Stehendspalter und Wippsäge bis hin zu fast 45 000 € für die große Maschinenpaarung. Aber es gilt daneben noch allerhand andere grundsätzliche Überlegungen anzustellen:

  • Welche zusätzliche Technik braucht man? Einen großen Schichtspalter kann man beispielsweise nur mit einem Traktor ab 50 kW betreiben.
  • Welche Stromstärken erfordert der E-Antrieb?
  • Welches Ausgangsmaterial ist zu verarbeiten? Welche Stärken herrschen vor , bzw. wie krumm und/oder astig ist es?
  • Wie viele Mitarbeiter oder Helfer stehen zur Verfügung? Viele Maschinen sind alleine nicht effektiv zu nutzen.
  • Wie viel Platz gibt es für die Technik?

 

Den vollständigen Testbericht finden Sie in der Ausgabe 1/2023 der Forst&Technik oder in unserer digitalen Ausgabe.