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Breites Bündnis gegen geplanten Stellenabbau in Baden-Württemberg

In großer Sorge um den Verlust einer umfassend nachhaltigen und naturnahen Waldwirtschaft und um die Betreuung der Wälder von Gemeinden und privaten Waldbesitzern in Baden-Württemberg haben sich die Waldbesitzer, die Naturschutz- und kommunale Spitzenverbände in einem offenen Brief an Finanzminister Dr. Nils Schmid gewandt. Darin wird gefordert, die Forstverwaltung von den geplanten Stellenstreichungen im nächsten Landeshaushalt auszunehmen.
Dietmar Hellmann, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Baden-Württembergischen Forstleute (BDF): „Es spricht Bände über den Zustand der Forstverwaltung, wenn bereits die Streichung von knapp 40 Stellen ausreicht, daß sie ihr Kerngeschäft, die Planung und die Kontrolle einer umfassenden Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung nicht mehr erfüllen kann!“ Nach 20 Jahren kontinuierlichem Personalabbau durch die schwarz/gelbe Landesregierung setze nun Grün/Rot diese Kahlschlagspolitik fort. Gleichzeitig fordere der Finanzminister aber den letzten Cent aus dem Staatswald. Seit zwei Jahren kämpft der BDF für den Stop dieser waldschädlichen und unsozialen Politik. Sie gefährdet die Substanz des größten und naturnächsten Ökosystems des Landes. Dies betrifft den Naturschutz genauso wie die Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung und die langfristige ökonomische Funktion der Wälder für Kommunen, Land und private Waldbesitzer.

Der BDF fordert, dass sich die Fraktionsvorsitzenden im Landtag zu einer parteienübergreifenden „Initiative Pro Wald“ zusammenfinden und noch in den aktuellen Haushaltsberatungen eine Kehrtwende einlegen, um den Weg zur dauerhaften Stärkung der Forstverwaltung einzuschlagen. Dies dürfte nach Ansicht des BDF keine Probleme bereiten, denn die Bevölkerung will einen intakten Wald und Grün/Rot hat die Stärkung der Forstverwaltung in den Wahlprogrammen versprochen und ausdrücklich im Koalitionsvertrag vereinbart.

download des offenen Briefes

BDF

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