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Breite Zustimmung der Kommunen für NP Hunsrück

Breite Zustimmung der Kommunen für NP Hunsrück

Die Umweltministerinnen Ulrike Höfken (Rheinland-Pfalz) und Anke Rehlinger (Saarland) haben am 19. Dezember in Neuhütten offiziell den Auftrag der Hochwald-Region zur Gründung eines grenzüberschreitenden Nationalparks entgegen genommen. „Die überwältigende, parteiübergreifende Zustimmung ist das Ergebnis eines einmaligen und vorbildlichen Beteiligungsprozesses“, stellten die Ministerinnen fest und dankten den Vertretern der Kommunen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Ideen in den vergangenen zwei Jahren in über 400 Termine vor Ort eingebracht und damit Verantwortung für ihre Heimat übernommen haben. Im neuen Jahr soll in beiden Ländern das Gesetzgebungsverfahren anlaufen.Der künftige Nationalpark erstreckt sich über 10.000 ha im westlichen Hunsrück von Rheinland-Pfalz bis ins Saarland. In der Region leben mehr als 100.000 Menschen. Auf rheinland-pfälzischer Seite haben über 80 Prozent der Kommunen dem Nationalpark-Konzept zugestimmt. Die saarländischen Kommunen stimmten zu 100 Prozent zu. „Voraussetzung für die Einrichtung eines Nationalparks war, dass wir dies nicht gegen den Willen der dort lebenden Menschen verordnen wollten. Ich denke, es ist uns gelungen, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass der geplante Nationalpark Chancen für den Naturschutz, aber auch für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Hochwaldregion bietet“, sagte Ministerin Rehlinger.Im neuen Jahr soll der Nationalpark in der Region verankert werden. Dazu werde in Birkenfeld ein so genanntes Starter-Team mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forstverwaltungen beider Länder aufgebaut, das auch als vorläufige Anlaufstelle für Interessierte und Gäste dienen soll. „Den erfolgreichen Beteiligungsprozess werden wir in der Gründungsphase des Nationalparks fortführen“, kündigte Ministerin Höfken an. So sollen bei einer Auftaktkonferenz im Frühjahr Vertreter der Kommunen, des Naturparks, des Freundeskreises, der Bürgerarbeitskreise, des Tourismus, der Wirtschaft, Verbände und Vereine über die weitere Ausgestaltung des Nationalparks diskutieren. Auch die ersten Projekte zur Regionalentwicklung sollen schon im kommenden Jahr starten. Im Frühjahr 2015 kann der Nationalparks voraussichtlich eröffnet werden.

MULEWF

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