Holzverkauf und Holzpreise

Brandschutz im Holzbau – sicher genehmigen und planen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Holz wird bei privaten wie kommunalen Bauherren stets beliebter. Zunehmend werden auch größere Projekte aus Holz gefertigt, etwa im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Mit der Größe steigen auch die Anforderungen an den Brandschutz.

In den vergangenen Jahren ist der Baustoff Holz immer beliebter geworden. Längst entscheiden sich nicht mehr nur private Bauherren für Holz– inzwischen ziehen die Kommunen nach und genehmigen sogar Hochhäuser aus Holz. Ein Onlineseminar Ende Januar von proHolz Schwarzwald, der Hochschule Konstanz und dem KOMZET BAU Bühl zum Thema brachte die rund 200 Teilnehmer, darunter Architekten und Mitarbeitern von Bauämtern, auf den aktuellen Stand.

Höhere Anforderungen an den Brandschutz

Mit der Größe der Bauten wächst aber auch die Komplexität: Dies beginnt bereits bei der Planung, insbesondere etwa beim Thema Brandschutz. Die höheren Anforderungen sind zugleich auch eine Herausforderung für die Mitarbeiter in den Bauämtern von Städten und Gemeinden: Sie sind es, die die eingereichten Pläne regelkonform prüfen müssen.

Dr. Mandy Peter von der bauart Konstruktions GmbH Niederlassung München ist Expertin für Brandschutz im Holzbau. Ihr Onlineseminar „Brandschutz im Holzbau – sicher genehmigen und planen“ fand Ende Januar statt und hatte den Fokus auf den Gebäudeklassen 4 und 5. Darunter fallen z.B. Wohngebäude, bei denen das oberste Geschoss in einer Höhe zwischen 7 und 22 Metern liegt.

Online-Seminar

Thema waren zunächst die bauordnungsrechtlichen Grundlagen zur Verwendung brennbarer Baustoffe. Ein Brandexperiment mit einer tragenden Außenwand zeigte, was dieses Bauteil im Brandfall aushalten kann und muss. Bei hochfeuerhemmenden Bauteilen in Holzbauweise kann es keine Hohlraumbrände geben, da sie vollständig mit nicht-brennbaren Dämmstoffen gefüllt sind.

Zum Thema „Rauchdichtigkeit“ zeigte Pete, den Teilnehmern anhand einiger Beispiele von Bauteilfügungen, auf was zu achten ist, um ausreichenden Feuer- und Rauchwiderstand zu erzielen.

Quelle: proHolz Schwarzwald