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Brandenburgs Forststaatssekretär beim Waldbesitzerverband

Brandenburgs Forststaatssekretär beim Waldbesitzerverband

Brandenburgs Forststaatssekretär Rainer Bretschneider hielt auf der Jahresmitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes Brandenburg am 30. April in Pritzwalk ein Grußwort.

Mit rund 1,1 Mio. ha ist in Brandenburg gut ein Drittel der Landesfläche Wald. Das sind 10 % des deutschen Waldes, aber ein Viertel aller deutschen Kiefern. Der bewirtschaftete Privatwald ist lt. Bretschneider ein Rückgrat für die brandenburgische Forst- und Holzwirtschaft.

Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren eine überaus erfolgreiche Ansiedlungspolitik betrieben, sodass die Kapazitäten der Holzindustrie mittlerweile das Holzaufkommen aus Brandenburger Wäldern übersteigen.

Die Holz verarbeitende Wirtschaft ist von den Folgen der Finanzkrise nicht verschont geblieben, arbeitet aber inzwischen wieder auf höchstem Niveau. Bretschneider: „Unsere Märkische Kiefer entwickelte sich vom Ladenhüter der 1990iger Jahre zum Global Player.“ 1993 wurden aus dem Landeswald weniger als 280000 Fm verkauft. 2010 waren es über 1 Mio. Fm im Landeswald, im Gesamtwald über 3 Mio. Fm. Etwa 200 Fm Holz sichern einen Arbeitsplatz in der Holz verarbeitenden Industrie des Landes Brandenburg.

Auch zukünftig möchte die Landesregierung die Bemühungen der Waldbesitzer mit Fördermittel unterstützen, wenn die Leistungen allen zugute kommen. Es sei keine Selbstverständlichkeit, so Bretschneider,  mehr als 8,8 Mio. € pro Jahr bereitzustellen. Schwerpunkte der forstwirtschaftlichen Förderung sind der Waldumbau, der vorbeugende Waldbrandschutz und die Förderung von forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen.

Seit 1990 wurden 70000 ha Kiefernwald in Mischwald umgebaut. Dafür wurden 150 Mio. € investiert. Jährlich sollten rund 2000 ha dazu kommen, sagte der Staatssekretär. Mit 5 Mio. € (das sind 60 % der forstlichen Fördermittel) hat das Land im Jahr 2009 Umstellungen auf naturnahe Waldwirtschaft im Privat- und Kommunalwald gefördert.

Brandenburg nutzt das Internationale Jahr der Wälder 2011, um zu verdeutlichen, welchen Beitrag die Wälder für Luftreinhaltung, Wasserreinigung und -speicherung, Grundwasserneubildung, Bodenschutz, Rohstofflieferung und nicht zuletzt als Kohlendioxidspeicher leisten. Derzeit sind in den Bäumen im Brandenburger Wald 70 Mio. t Kohlenstoff gebunden, was 250 Mio. t Kohlendioxid entspricht. Jährlich werden weitere 7,2 Mio. t Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufgenommen und nach Einschlag 3,7 Mio. t Kohlendioxid durch die Holznutzung langfristig festgelegt.

Derzeit gibt es im Land Brandenburg 360 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit mehr als 20000 Mitgliedern. Deren Stärkung bzw. der Aufbau neuer Zusammenschlüsse standen im Mittelpunkt der Vortrags- und Exkursionsveranstaltung des Waldbesitzerverbandes Brandenburg.

fp

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