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Brandenburger Landeswald in gutem Pflegezustand

Brandenburger Landeswald in gutem Pflegezustand

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat die Waldpflege der letzten fünf Jahre ausgewertet. Das Fazit: Brandenburgs Förster waren fleißig. Sie haben den Waldzustand durch den Abbau von Pflegerückständen verbessert.
In dem Zeitraum 2005 bis 2009 wurden in den Betriebsteilen des Landesbetriebs Forst Brandenburg (vorher: Ämter für Forstwirtschaft) enorme Anstrengungen zur Verbesserung des Waldzustands, insbesondere durch Abbau der Pflegerückstände, unternommen. Diese waren durch die schlechte Holzabsatzlage Ende der Neunzigerjahre entstanden. Die Revierförster haben Landeswaldbestände nach deren Pflegezustand beurteilt und die Bäume markiert, die entnommen werden sollen, beziehungsweise die Bäume, die erhalten werden, dauerhaft gekennzeichnet.
Die Pflegemaßnahmen erfolgten mit Waldarbeitern oder durch Lohnunternehmen mit Harvestern. Bezogen auf den gesamten Landeswald wurde in den Jahren 2005 bis 2009 für 75 Prozent der Bestände die „Pflege auf dem Laufenden“ bescheinigt. Bei 50 Prozent der Bestände war dieser Pflegezustand mit einer Holzeinschlagsmaßnahme verbunden. 10 Prozent wurden als nicht gepflegt eingeschätzt und werden in den kommenden Jahren nachgearbeitet.
Für 15 Prozent wurden keine Angaben zum Pflegezustand erfasst. Bei den Beständen ohne Angaben zum Pflegezustand handelt es sich um Waldbestände in Totalreservaten, Naturwäldern und um andere von der forstlichen Bewirtschaftung ausgenommenen Wälder. Mit ihren Holzverkäufen leisten die Forstleute auch einen Beitrag, um Arbeitsplätze in der heimischen Holzindustrie zu sichern. Mit Erreichen des guten Pflegezustands von 75 Prozent des Landeswalds wird der Umfang der Holzeinschlagsmenge aus dem Landeswald allerdings rückläufig sein.
Pflegeblöcke über IT-Programm ausgewertet
Seit 2006 wird im Landesbetrieb das IT-Programm „Nachweis gepflegter Waldflächen“ entwickelt. Die Auswertung ermöglicht Vergleiche zwischen Ist- und Sollstellungen. Perspektivisch wird über eine weitere Untergliederung der zu erfassenden Pflegezustände nachgedacht, da verschiedene Phasen der Waldbestandsentwicklung unterschiedliche Eingriffshäufigkeiten erfordern.
MIL

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