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Brandenburg: Aus der Streckenstatistik für das Jagdjahr 2011/2012

Brandenburg: Aus der Streckenstatistik für das Jagdjahr 2011/2012

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg informiert über die Abschusszahlen im Jagdjahr 2011/2012. 

Im Land Brandenburg kamen insgesamt 150.667 Stück Schalenwild zur Strecke, 8 % weniger als im Jahr zuvor. Der Streckenrückgang vollzog sich bei allen fünf vorkommenden Schalenwildarten. Die Rotwildstrecke betrug 8.499 Stück, dies bedeutet einen Rückgang von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Damwildstrecke sank gegenüber dem Vorjahr. Im Jagdjahr 2011/12 stehen 12.858 Stück Damwild zu Buche, was einen Rückgang um 6 % bedeutet. Das letzte Jagdjahr erbrachte eine Strecke von landesweit 895 Mufflons, 83 Stück weniger als im Vorjahr. Um lediglich 1 % sank die Strecke beim Rehwild. Insgesamt konnten 67.568 Stück Rehwild in Brandenburg gestreckt werden. Das Rehwild ist die mit Abstand häufigste Schalenwildart bei Wildunfällen. Überfahrene Rehe haben einen Anteil von 11 % an der Rehwildstrecke. Um circa 11.000 Stück war die Schwarzwildstrecke im Jagdjahr 2010/11 gestiegen, im Jagdjahr 2011/2012 ist sie um fast die gleiche Größenordnung wieder gesunken. Insgesamt 60.847 Stück Schwarzwild konnten 2011/12 erlegt werden, ein Streckenminus von 16 %.
 
Beim Niederwild sind die Streckenergebnisse mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die Strecken der Raubwildarten folgen unterschiedlichen Trends. Im Jagdjahr 2011/12 konnten insgesamt 25.035 Rotfüchse erlegt werden, 291 Füchse weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis dokumentiert einen neuen Tiefstwert für Brandenburg in den letzten 20 Jagdjahren. Rückläufig ist auch die Strecke beim Steinmarder. Sie betrug im letzten Jagdjahr 1.300 Stück, 6 % weniger als im Vorjahr. Der jährliche Anstieg der Dachsstrecken hält dagegen unvermindert an. Mit 3.295 Dachsen ist die letztjährige Höchstmarke erneut übertroffen worden. Allerdings wird ein Drittel dieser Strecke durch den Straßenverkehr realisiert. Besorgniserregend verläuft die Streckenentwicklung beim Waschbär. Der Streckenrekord des Vorjahres wurde mit 14.495 Exemplaren noch einmal deutlich übertroffen. Die aktuelle Strecke bedeutet einen neuen Höchstwert für Brandenburg und ein kräftiges Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Welcher Art die Populationsentwicklung ist, die sich hinter dieser Streckenentwicklung verbirgt, lässt sich ahnen. Beim Marderhund ist die Streckenentwicklung weiterhin rückläufig. Im letzten Jagdjahr stehen 5.116 Marderhunde zu Buche, ein Streckenrückgang um 10 %. Die Minkstrecke Brandenburgs hält das Niveau der letzten Jahre. Im Jagdjahr 2011/12 konnten 212 Minke gestreckt werden, 15 mehr als im Vorjahr.
 

MIL Brandenburg/LFE

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