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Brandenburg: Rettungspunkte im Wald werden beschildert

Bei Unfällen oder anderen Problemen im Wald können Retter in Zukunft schneller zu den Unfallopfern finden. Im Landesbetrieb Forst Brandenburg werden zirka 1.700 Rettungspunkte in allen Waldeigentumsarten festgelegt und den Regionalleitstellen der Feuerwehren und Rettungsdiensten in Karten und Listen übergeben.
Rettungspunkte mindern nicht das Unfallrisiko. Sie dienen vor allem ortsunkundigen Personen der besseren Orientierung und Beschreibung ihres Standortes im Wald. Außerdem können Rettungskräfte an den Rettungspunkten abgeholt und zum konkreten Einsatzort geführt werden. Die Waldarbeiter des Landesbetriebes Forst Brandenburg und die Forstunternehmen, die in seinem Auftrag arbeiten, bekommen mit ihrem Arbeitsauftrag die nächstgelegenen Rettungspunkte schriftlich mitgeteilt.
Der Landesbetrieb Forst Brandenburg möchte auch Erholungssuchenden ein Auffinden der Rettungspunkte ermöglichen und plant die Rettungspunkte vor Ort zu beschildern. Auf diesen stehen individuelle Bezeichnungen, die im Notfall von den Waldbesuchern oder Mitarbeitern des Landesbetriebes Forst Brandenburg den Rettungskräften über die Notrufnummer 112 mitgeteilt werden können.
Grundlage der Ausweisung der Rettungspunkte ist die sogenannte „Rettungskette Forst“, welche Maßnahmen und Schritte beschreiben, die vom Beginn der ersten Hilfe bis zur Versorgung durch die Rettungsdienste zu tun sind. Bereits jetzt lassen sich die Rettungspunkte auf der Internetseite des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) herunterladen (www.kwf-online.org/rettungspunkte.html). Damit stehen die Daten auch Besitzern eines Smartphones oder anderer GPS-Geräte zur Verfügung. Langfristig sollen Rettungspunkte auch als Apps verfügbar gemacht werden.
Der Landesbetrieb Forst Brandenburg folgt damit einem Bundestrend. Bereits viele andere Landesforstverwaltungen haben ihre Rettungspunkte über den KWF veröffentlicht.
MLUL Brandenburg

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