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Brandenburg: Oberförster Dietrich Mehl mit NABU-Waldmedaille geehrt

Brandenburg: Oberförster Dietrich Mehl mit NABU-Waldmedaille geehrt

Der Leiter der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf im Brandenburger Nordosten, Dietrich Mehl, ist am 20. Januar im Rahmen der Internationalen Grünen Woche mit der Waldmedaille des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) geehrt worden.
Dietrich Mehl ist verantwortlich für rund 25.000 ha Wälder, Moore und Wiesen, die im Eigentum des Landes Brandenburg stehen.
Der NABU ehrt mit dieser Auszeichnung das vorbildliche Wirken Dietrich Mehls für den Waldnaturschutz. Der Oberforstrat ist seit vielen Jahren Leiter einer Oberförsterei, die Wälder in der Uckermark und in der Schorfheide bewirtschaftet. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hat er sich intensiv um eine naturnahe Forstwirtschaft verdient gemacht. Das Team verbindet in vorbildlicher Weise Waldwirtschaft und Naturschutz zu einem naturnahen Waldbaus.
„Oberforstrat Mehl und seinem Team ist es in den vergangenen 20 Jahren gelungen, strukturreiche und vielfältige Wälder in der Schorfheide und der Uckermark zu entwickeln, die eine hohe wirtschaftliche Wertschöpfung ermöglichen und gleichzeitig vielfältige Lebensräume entstehen lassen“, betonte Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde im Rahmen der Preisverleihung. Das besondere Augenmerk Mehls gelte dabei den Buchenwäldern des nordostdeutschen Tieflands. Die artenreichen und zugleich produktiven Mischwälder werden von vielen Experten und Exkursionen besucht und tragen neben der PEFC-Zertifizierung, die für den gesamten Landeswald gilt, auch die FSC-Zertifizierung.
Dietrich Mehl gibt seine Erfahrungen auch gern an Dritte weiter, war viele Jahre Waldbautrainer in Brandenburg und hat in verschiedenen Gremien an der Entwicklung waldbaulicher Grundsätze und Ziele mitgewirkt. Er ist zudem ein gefragter Gesprächspartner für Politiker, Verbände und Vereine. Dass Jagd und Waldbau eine untrennbare Einheit sind, weil nur ein anspruchsvolles Wildmanagement einen sich natürlich verjüngenden Wald ermöglicht, ist eine der zentralen Erfahrungen Mehls, die er selbst vorbildlich umsetzt.
„Die Auszeichnung von Dietrich Mehl zeigt, dass die in Brandenburg mit der Waldvision 2030 angestrebte langfristige Waldentwicklung keine Utopie ist, sondern sich bereits innerhalb einer Förstergeneration deutliche Veränderungen im Wald erreichen lassen“, erklärte Staatssekretärin Schilde. Die Entwicklung strukturreicher und vielfältiger Wälder, der Schutz des Waldbodens und eine nachhaltige Holznutzung bei konsequentem Jagdmanagement lassen vielfältige Lebensräume entstehen, die ihresgleichen suchen. Gleichzeitig sind solche Wälder begehrte Erholungsorte und bieten über Generationen hinweg Möglichkeiten zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe.
 

Mehr Informationen beim NABU online

 
MLUL Brandenburg

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