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Brandenburg: Neuer Wolfsmanagementplan gebilligt

Brandenburg: Neuer Wolfsmanagementplan gebilligt

Der neue Wolfsmanagementplan des Landes Brandenburg wurde auf einer Fachtagung am 12. Dezember 2012 mit großer Mehrheit der anwesenden Beteiligten gebilligt. Der Plan soll bis 2017 gelten. „Mit dem Wolfsmanagementplan wollen wir den Umgang mit dieser geschützten Tierart in Brandenburg regeln. Im Vordergrund steht die Prävention von Schäden. Aber auch der Ausgleich für betroffene Nutztierhalter und die Öffentlichkeitsarbeit werden jetzt klar geregelt“, so Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack.
Ziel des breit angelegten Dialogforums mit insgesamt fünf Fachveranstaltungen war es, einen Managementplan zu erarbeiten, der in möglichst breitem Konsens der rund 80 betroffenen Behörden, Verbänden und Vereinen verabschiedet wird. Dies war aufgrund teilweise kontroverser Auffassungen von Nutztierhaltern einerseits und Naturschützern andererseits kein leichtes Unterfangen. So hatten beispielsweise im Vorfeld die Landnutzerverbände und Jäger Bestandsobergrenzen und die Ausweisung von Wolfsgebieten gefordert. Weil dies die geltenden rechtlichen Bestimmungen verbieten, einigte man sich darauf, in einem separaten Kapitel weitergehende politische Forderungen einzelner Nutzerverbände darzustellen. „Wir brauchen noch mehr Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, um Akzeptanz und Verständnis für ein Miteinander von Mensch und Wolf zu erreichen“, sagte Tack und bedauerte, dass sich in der vergangenen Woche ein Verband aus der weiteren Zusammenarbeit zurückgezogen hat.
„Bei dem Managementplan geht es nicht darum, ob man Wölfe mag oder nicht, sondern um ganz praktische Regelungen auf Grundlage der bestehenden Rechtslage“, so die Ministerin. Schwerpunkt Konfliktmanagement Ein Schwerpunkt des Plans ist das Konfliktmanagement. So werden Maßnahmen zur Schadensprävention beschrieben, Regelungen zum Schadensausgleich festgelegt und ein Handlungsrahmen für den Umgang mit sogenannten Problemwölfen abgesteckt. Darüber hinaus soll die Ausgestaltung eines flächendeckenden Monitorings organisiert und die Öffentlichkeitsarbeit zum Wolf in Brandenburg intensiviert werden.
Das Gespräch mit den an seiner Erarbeitung beteiligten Verbänden, Vereinen und Interessengruppen sowie Behörden- und Wissenschaftsvertretern soll fortgeführt werden. Dazu wird auf Einladung des MUGV einmal jährlich zu einer Fachtagung eingeladen, um über die aktuellen Entwicklungen zu beraten und den Managementplan ggf. zu evaluieren. Nutzerbezogene Fragen zu den Themen „Weidetiere/Herdenschutz“ und „Auswirkungen des Wolfes auf die Jagd“ werden in zwei dauerhaft eingerichteten Arbeitsgruppen beraten. Laut Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) leben derzeit in Brandenburg 75 bis 90 Wölfe.
Der neue Wolfsmanagementplan wird am 10. Januar 2013 öffentlich vorgestellt.

MUGV Brandenburg

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