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Brandenburg: Neue Löschwasserbrunnen optimieren Waldbrandschutz

Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium stellt regelmäßig ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das aus dem Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird. Das Projekt des Monats August zeigt, wie Waldbestände durch Löschwasserbrunnen vor Waldbränden geschützt werden können.

Der Bau von vier neuen Löschwasserbrunnen wurde mit rund 40.000 € aus ELER-Mitteln unterstützt. Waldbrände sind eine große Gefahr für Brandenburgs Reviere. Das gilt auch für das seit 2001 zum Hatzfeldt´schen Betrieb gehörenden Revier Massow bei Teupitz. Dort wurde über Jahrzehnte klassische Kiefernwirtschaft betrieben. Diesem Erbe wurde durch gezielte Waldbaustrategien mit effektivem Waldumbau begegnet: Mit über 2 Mio. Jungpflanzen auf 6.700 ha sowie großflächiger Naturverjüngung. Der Wildbestand wurde so weit abgesenkt, dass weder Einzel- noch Zaunschutz für die Waldverjüngung notwendig sind. Konsequente Durchforstungen und ein angepasster Wildbestand ermöglichten die Anreicherung der Bestände mit Laubbaumarten und anderen Nadelhölzern. Auf großen Flächen bildete sich eine neue Waldgeneration aus Naturverjüngung, die durch Pflanzungen mit Laubbäumen ergänzt wird. Der vor 15 Jahren eingeleitete Waldumbau hat den Anteil der Kiefernreinbestände von einst 98 % auf 70 % gesenkt. ; Jährlich kommt es im Revier zu durchschnittlich acht bis zehn Bränden, wobei gerade die großflächigen Kulturen und Jungwüchse die Brandlast erhöhen. Damit die gelungene Verjüngungsarbeit eines Jahrzehnts nicht zunichte gemacht wird, muss im Ernstfall schnell gehandelt werden. Optimal sind ein Netz von Erschließungswegen und ein Brunnenbestand im Abstand von etwa drei Kilometern für eine Fläche von 500 ha. Eine solche Ausstattung ist Bestandteil des Waldschutzplans der unteren Forstbehörde, der Fördergrundlage ist. ; Im Revier Massow sind davon bereits zwei Drittel der Fläche, auch mit Hilfe von ELER-Mitteln, abgedeckt. Die Förderung des Baus von vier weiteren Löschwasserstellen ergänzt das Netz. Die 40 bis 50 m tiefen Brunnen werden mit Stromaggregaten betrieben und können rund 800 l Wasser für mindestens drei Stunden fördern. Die Feuerwehren können das Löschwasser direkt vor Ort ziehen und sparen so lange Anfahrtswege und entscheidende Minuten. ; Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER konnten 2006 vier neue Löschwasserbrunnen angelegt werden. Die förderfähigen Gesamtkosten beliefen sich auf rund 50.000 €, wovon rund 40.000 € gefördert worden sind. Davon kamen rund 30.000 € aus ELER-Mitteln, weitere 10.000 € aus Landesmitteln. Der Förderung lag die Richtlinie des Agrar- und Umweltministeriums über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung forstwirtschaftlicher Vorhaben, Vorhabenbereich III „Vorbeugung von Waldschäden“, zugrunde. Zuwendungsempfänger: Hatzfeldt-Wildburg’sche Verwaltung, Revier Massow.

MLU Brandenburg

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