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Das Landwirtschaftsministerium Brandenburg zahlt eine Abgabeprämie für erlegtes, nicht vermarktungsfähiges Schwarzwild aus den Pufferzonen der ASP-Gebiete.

Brandenburg führt Abgabeprämie für Schwarzwild ein

Um die Afrikanische Schweinepest (ASP) einzudämmen, müssen die Wildschweinbestände weiter reduziert werden. Seit dem 9. November wird erlegtes und nicht vermarktungsfähiges Schwarzwild aus den Pufferzonen der ASP-Gebiete angenommen. Die Landkreise haben dafür Abgabestellen eingerichtet. Das Landwirtschaftsministerium Brandenburg zahlt eine Abgabeprämie.

Die oberste Jagdbehörde im Landwirtschafts- und Umweltministerium Brandenburg zahlt für Wildschweine mit einem Gewicht bis 30 kg eine Abgabeprämie von 30 €, für Schwarzwild ab 30 kg 50 €. Alle in einer Sammelstelle abgegebenen Tierkörper werden auf ASP beprobt und anschließend unschädlich beseitigt.

Landkreise richten Sammelstellen ein

Die Landkreise haben gemeinsam mit dem Landesforstbetrieb und weiteren privaten und kommunalen Forstbetrieben Sammelstellen eingerichtet. Eine detaillierte Übersicht der Sammelstellen finden sich auf der Internetseite des Agrarumweltministeriums oder dem Geoportal Forst Brandenburg/Themenbereich ASP. Für den Landkreis Märkisch Oderland werden die Orte der Sammelstellen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

In den ASP-Restriktionszonen, in denen die Jagd weiterhin erlaubt und erforderlich ist, ist es aus seuchenhygienischen Gründen erschwert und aufwändig, Wildschweinfleisch zu vermarkten. Damit die Wildschweinpopulation dennoch sinkt, finanziert das Landwirtschaftsministerium die Abgabeprämie. Sobald die Jagd in den gefährdeten Gebieten freigegeben wird, können auch Wildschweine aus diesen Bereichen (außer weiße Zonen) abgegeben werden. Zurzeit ist die Jagd im gefährdeten Gebiet jedoch noch untersagt.

Die Jagdausübungsberechtigten erhalten die Abgabeprämie von den Landkreisen. Diese wird zum Jagdjahresende bei den unteren Jagdbehörden mit dem im Internet verfügbaren Formular beantragt und anschließend ausgezahlt. Die bereits bestehende Erlegungsprämie für Schwarzwild mit 50 € für jedes erlegte Stück über den Streckenzahlen des Referenzjahres 2015/16 wird auch für die abgegebenen Stücke weiter angerechnet.

Quelle: MLUK

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