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Brandenburg: Forstministerium genehmigt Forstwirtschaftliche Vereinigung Prignitz

Brandenburgs Forstministerium hat die Forstwirtschaftliche Vereinigung Prignitz offiziell anerkannt. Diese im Bundeswaldgesetz geregelte formale Anerkennung ist Voraussetzung dafür, dass die Vereinigung von den Beschränkungen des Wettbewerbsrechts befreit ist.

Somit dürfen die Mitglieder bei der Preisbildung von Holz beraten werden. Sieben Forstbetriebsgemeinschaften mit 1.479 Mitgliedern und ein privater Forstbetrieb werden künftig gemeinsam rund 13.500 ha Wald bewirtschaften. ; Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Prignitz ist bereits der dritte forstwirtschaftliche Zusammenschluss seiner Art im Land Brandenburg. Neben dem Hauptzweck, der gemeinsamen Holzvermarktung und der Waldbewirtschaftung, übernimmt die Forstwirtschaftliche Vereinigung Prignitz künftig auch die Beratung ihrer Mitglieder. ; Wirkungsbereich ; Die Flächen der zusammengeschlossenen Forstbetriebsgemeinschaften liegen in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Im Wirkungsbereich der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Prignitz liegen die Städte Pritzwalk, Wittstock, Kyritz und Neustadt/Dosse. Mit mehr als 80 % dominiert die Kiefer die Wälder der Vereinigung, sie bildet auch den Schwerpunkt in der gemeinsamen Holzvermarkung. ; Darüber hinaus bündelt die Forstwirtschaftliche Vereinigung auch Aufgaben, die von den einzelnen Mitgliedern kaum zu bewältigen wären. Dazu gehört beispielsweise der Schriftverkehr mit mehreren Hundert Waldbesitzern. Von den ehrenamtlich arbeitenden Vorständen einzelner Forstbetriebsgemeinschaften ist dies kaum zu leisten und um eine Bürokraft zu beschäftigen, sind diese Zusammenschlüsse oft zu klein. Aber im Verbund mit anderen Forstbetriebsgemeinschaften, die das gleiche Problem haben, wurde hier eine gemeinsame Lösung gefunden. ; Stärkung des Kleinprivatwaldes ; Für Brandenburgs Kleinstwaldbesitzer ist eine eigenständige Bewirtschaftung ihrer Wälder oft schwierig. Die Frage des Holzpreises und der erfolgreichen Holzvermarktung ist daher von großer Bedeutung, schließlich machen die Holzerlöse fast die gesamten Einnahmen der kleinen Forstbetriebe aus. Viele Waldbesitzer erkannten dies bereits zu Beginn der 1990er Jahre und schlossen sich in Forstbetriebsgemeinschaften zusammen. Gemeinsames Wirtschaften erzielt bessere Holzpreise und minimiert die Kosten. Die sich verändernden Marktbedingungen in der Holzindustrie verlangen aber eine weitere Bündelung des Holzangebotes, da die Holzwirtschaft mittelfristig kleine Mengen nicht mehr nachfragen und abnehmen wird. ; Durch den Zusammenschluss in Forstwirtschaftlichen Vereinigungen wird ein weiterer zentraler Beitrag zur langfristigen Stärkung des Kleinprivatwaldes geleistet. Das Land Brandenburg fördert Forstwirtschaftliche Vereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften mit jährlich 1,1 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln.

MLUL Brandenburg

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