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Brandenburg: Erneute Warnung vor Eichenprozessionsspinner

Brandenburg: Erneute Warnung vor Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sich in Folge des überdurchschnittlich warmen Frühjahrs in diesem Jahr außerordentlich schnell entwickelt und breiten sich weiterhin in Brandenburg aus. Massiver Blattverlust durch Kahlfraß an den Bäumen ist bereits erkennbar.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Forstschädling, der bevorzugt Eichen befällt. Er ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Nachtfalter, der auch für Menschen eine Gefahr darstellen kann. Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch seine Larven tragen Brennhaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen, Reizungen der Augen und Atemwege, allergische Schocks bis zu Asthmaanfällen. Ursache ist das Nesselgift Thaumetoporin auf den Härchen der Larven. In jedem Fall sollte bei entsprechenden Symptomen ein Arzt aufgesucht werden. Hunde und Pferde können ebenfalls betroffen sein.

Bereits ab Mai 2012 fanden in Brandenburg entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen durch Ausbringung des sehr selektiv wirkenden Bakterienpräparats Dipel ES gegen die noch jungen Raupen statt. Aufgrund strenger Vorgaben des zuständigen Bundesamtes zum Insektizideinsatz konnten einige durch den Eichenprozessionsspinner besonders stark betroffene Waldgebiete in Straßen- und Siedlungsnähe leider nicht behandelt werden.

Zuständig für eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zur Abwehr der Gesundheitsgefahr sind auf öffentlichem Gelände die Städte und Gemeinden, bei Privatgrundstücken die Eigentümer. Jeder Grundstückseigentümer ist für seinen Baumbestand verantwortlich. Zuständig für Waldgebiete ist der Landesbetrieb Forst Brandenburg.

Weitere Informationen mit Faltblatt und Ansprechpartner unter Informationen: Landesforstbetrieb Brandenburg; Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft; Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung.
 

 

Zu den Informationen des Landesbetriebes Forst Brandenburg

 
MIL Brandenburg

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