Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Brandenburg: 10-Hektar-Erlass aufgehoben

Kommunale und private Waldbesitzer mit bis zu 100 ha Betriebsgröße sowie Forstbetriebsgemeinschaften können auch im Jahr 2020 Dienstleistungsverträge mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg fortführen. Der sogenannte 10-Hektar-Erlass wurde aufgehoben.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg setzt damit die Festlegung aus, dass nur noch Waldbesitz bis 10 ha Größe forstwirtschaftliche Dienstleistungen durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) in Anspruch nehmen kann. Das Angebot wird evaluiert und ist bis zu einer abschließenden Entscheidung Ende 2020 auf die bisherigen Vertragspartner beschränkt.

Eine kostenfreie Beratung und Anleitung für private und kommunale Waldbesitzer ist gesetzliche Aufgabe des Landesbetriebs. Zusammen mit 70 beim Ministerium akkreditierten Forstberatern unterstützt der LFB unter anderem bei Fragen zur Umsetzung des Waldgesetzes, der Beantragung von Fördermitteln zum Waldumbau und Waldschutz und zeigt, wie Wirtschaftsmaßnahmen im Wald durchgeführt werden können. Diese kostenfreien Leistungen stehen weiterhin allen Waldbesitzern offen.

Kleinprivatwald im Land Brandenburg soll unterstützt werden

Direkte forstwirtschaftliche Arbeiten sind im Gegensatz dazu eine freiwillige Leistung des Landes und kostenpflichtig. Der LFB hält im Jahr 2020 weiterhin dieses zusätzliche Angebot im oben genannten Umfang aufrecht, um den Kleinprivatwald im Land Brandenburg zu unterstützen. Das weitere Angebot freiwilliger Leistungen wird im Rahmen der im Koalitionsvertrag vereinbarten Organisationsuntersuchung des LFB geprüft.

Bei 10 bis 100 ha Waldbesitz zunächst keine neuen Dienstleistungsverträge

Dazu Brandenburgs Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Axel Vogel: „Dem Landtagsbeschluss zum Bericht der Enquete-Kommission 6/1 zur Zukunft der ländlichen Regionen folgend haben wir den sogenannten 10-Hektar-Erlass aufgehoben. Ich habe den Landesforstbetrieb gebeten, über seine umfangreichen Pflichtaufgaben hinaus den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern mit Besitzgrößen zwischen 10 und 100 Hektar die Fortführung ihrer bereits gekündigten Verträge bis Ende 2020 wieder anzubieten. Neue Dienstleistungsverträge können jedoch zunächst nicht angeboten werden.“

Red./MLUK Brandenburg

Auch interessant

von