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Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger: Die Forst- und Holzbranche zählt in Brandenburg zu den stabilen Säulen der ländlichen Regionen. Foto: S. Loboda

Branchentreffen Forst und Holz in Brandenburg

Als Erfolg wertet das Brandenburger Forstministerium das große Branchentreffen Forst und Holz am 25. November in Potsdam. Versammelt hatten sich die wichtigsten Akteure der heimischen Forst- und Holzbranche. Sie diskutierten über die Zukunft dieses Wirtschaftszweigs, der für Brandenburgs ländliche Regionen einer der wichtigsten Arbeitgeber ist.
Trotz guter Nachfrage wird Holz aus Brandenburgs Wäldern auch in den nächsten Jahren nicht knapp werden. Potenziale schlummern im Privatwald, der 60 % der gesamtenWaldfläche ausmacht, wie Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger herausstellt. Minister Vogelsänger: „Mit den vorgestellten Ergebnissen der Bundes- und Landeswaldinventur verfügen wir über eine solide Grundlage für die kommenden Jahre. Die Waldfläche wird sich in Brandenburg nicht verringern. Brandenburg bleibt trotz Waldumbau deutsch.landweit führender Kiefernholzlieferant. Besonderes Augenmerk erfordert in den nächsten Jahren die Waldverjüngung, die noch zulegen muss. Überhöhte Wildbestände machen es den Waldbesitzern jedoch weiterhin schwer.“
Nach Prognosen der anwesenden Wissenschaftler werden die Holzvorräte in den Wäldern trotz regelmäßiger Nutzung in den nächsten Jahren weiter steigen. Bezogen auf den Durchschnitt werden die Bäume dicker und älter, was besonders die Waldbesitzer freut. Ab einer bestimmten Stärke kann der geerntete Stamm von der Sägeindustrie verarbeitet werden, die daraus hochwertiges Möbel- und Bauholz herstellt. Aber auch für die Holzwerkstoffindustrie, die Span- und Faserplatten produziert, zeichnet sich kein Rückgang des Angebots ab. Durch den forstschreitenden Waldumbau, der nach Angaben der Experten schon aus ökologischen Gründen und zur Waldbrandvorsorge ohne Alternative ist, wird dem Markt zunehmend Laubholz angeboten. Es gilt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie das Laubholz mit einer größtmöglichen Wertschöpfung im Land verarbeitet werden kann. Holzingenieure an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde arbeiten bereits an Lösungen.
Die Forst- und Holzbranche zählt in Brandenburg zu den stabilen Säulen der ländlichen Regionen. Für zahlreiche private Waldbesitzer ist der Verkauf von Holz inzwischen als zusätzliche Einnahmequelle fest eingeplant und entgegen den derzeitigen Entwicklungen an den Finanzmärkten legt Holz an Wert zu. Folgt man einer Branchendefinition der Europäischen Kommission, dann arbeiten in Brandenburg 32.000 Menschen im Sektor Forst und Holz. Brandenburg ist geprägt durch große Verarbeitungsstandorte, die aus Brandenburg heraus insbesondere den europäischen Markt mit Holzprodukten bedienen. Aber auch auf dem deutschen Markt werden noch Reserven gesehen.
„Der Holzbau muss an Bedeutung zunehmen. Bei der Novellierung unserer Bauordnung setze ich mich dafür ein, dass künftig viel mehr Holz in Brandenburg verbaut werden kann, als es bisher der Fall war“, verspricht Minister Vogelsänger.
MLUL Brandenburg
Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger: Die Forst- und Holzbranche zählt in Brandenburg zu den stabilen Säulen der ländlichen Regionen. Foto: S. Loboda Expertentreffen der brandenburgischen Forst- und Holzwirtschaft am 25.11.2015 in Potsdam. Foto: S. Loboda

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